13.08.2010
"Nach Lollar mit dem Schmaadlecker-Shuttle" - Ein weiterer neuer Pressetext für Sie zum Lesen ...
13.08.2010
"Schienenwege erhalten" - Ein neuer Pressetext der LB AG ist für Sie online ...
Zur Wiederinbetriebnahme der Lumdatalbahn ist die Pflege der Strecke essentiell.
Eine Bahnstrecke benötigt ein einwandfreies Schotterbett, um befahren werden zu können. Pflanzen im Gleis sind zwar unter Umständen schön anzusehen, sie bewirken durch Humusbildung aber ein Aufweichen des Streckenunterbaus, wodurch die Schienen nicht mehr vom Schotter "getragen" werden. Die Folge ist ein instabiles Gleis.
Nachdem 1996 der letzte Zug auf dem Abschnitt Mainzlar - Allendorf unterwegs war, hatte die Natur in den Folgejahren wieder Besitz von den Schienen ergriffen. Stellenweise waren unter all dem Grün Gleise nur noch zu erahnen.
Die Lumdatalbahn hat daher vor einigen Jahren mit regelmäßigen Pflegearbeiten begonnen:
Im Gleis und auf einem ca. vier bis fünf Meter großen Streifen rechts und links der Trasse müssen alle Bäume, Sträucher und anderen größeren Gewächse entfernt werden; mit Motorsensen werden die Randbereiche gemäht.
Zwischenzeitlich ist der Abschnitt Mainzlar - Allendorf bereits profilfrei, so dass Arbeitsmaschinen auf den Schienen fahren können.
Der Abschnitt wird außerdem seit 2004 jährlich ein bis zwei Mal von einem Unimog zur chemischen Vegetationskontrolle befahren.
Die dabei zum Einsatz kommenden Mittel greifen direkt in den Stoffwechsel der Pflanzen ein und sind für alle anderen Lebewesen harmlos. Selbstverständlich erfolgt das Ausbringen durch zugelassene Fachfirmen.
Auch verschiedene Instandhaltungsarbeiten - die Auffrischung stark verwitterter Andreaskreuze an den Bahnübergängen, die Pflege und Wiedergangbarmachung von Schlössern an technischen Einrichtungen und ähnliches - werden von den ehrenamtlich Aktiven der LB AG übernommen.
Als größere Aufgabe steht noch die Sanierung der Entwässerungsgräben an. Ihre Funktion ist für die Stabilität des Gleisbettes ebenso bedeutend wie das Freihalten von Bewuchs.
Die Gräben wurden im Laufe der Zeit zugespült oder innerhalb der Ortschaften durch "Entsorgung" von privaten Grünabfällen zugeschüttet.
Die Arbeiten zur Streckenpflege werden von der Bevölkerung sehr positiv aufgenommen. Die LB AG freut sich sehr darüber, dass zunehmend mehr Anwohner die Pflege "ihrer" Teilstücke sogar selbst in die Hand nehmen und so einen aktiven Beitrag zur Reaktivierung der Lumdatalbahn leisten.
Noch vor Kurzem schien das Erscheinungsbild der Gleisanlagen keine Hoffnung mehr zuzulassen, dass hier einmal wieder ein Zug fahren würde - das sieht jetzt anders aus!
Da auf der Strecke langlebige Stahlschwellen liegen und das Gleis Mitte der 1970er Jahre zwischen Treis und Allendorf erneuert wurde, befindet sich der Oberbau in einem relativ guten Zustand und ließe tatsächlich mit geringem Aufwand wieder Sonderzugfahrten zu.
Erst bei Reaktivierung der Strecke im planmäßigen, täglichen Verkehr müsste eine komplette Schotterreinigung durchgeführt werden sowie teilweise ein Gleistausch erfolgen.