Jahresrückblick 2017

Die Entwicklung an der Lumdatalbahn und im Verein Lumdatalbahn e. V. 2017 – ein Jahresrückblick  

Im Jahr 2017 hat es die Lumdatalbahn in die breite öffentliche und politische Diskussion geschafft. Mehrere Parlamentsbeschlüsse mit dem Ziel, die Reaktivierung voranzubringen, wurden getätigt. Der Verein Lumdatalbahn war, was den wichtigen öffentlichen Diskussionsprozess anbelangt, sicher wieder der „Motor“ der Entwicklung. Noch mehr Öffentlichkeitsarbeit, noch mehr Gespräche mit Entscheidungsträgern waren von dem langsam wachsenden, aber immer noch überschaubaren Aktiven-Team nicht zu schaffen. So konnte das zweite selbst gesteckte Ziel des Vereins, nämlich der Substanzerhalt an der Strecke mittels ehrenamtlicher Arbeit und – im günstigsten Fall – die baldige Wiederinbetriebnahme für den Gelegenheitsverkehr, trotz intensiver Bemühungen noch nicht umgesetzt werden.

Der Verein ist im Jahr 2017 auf 66 Mitglieder (+ 13) gewachsen und wird seit der Jahreshauptversammlung am 19.01.2017 in Lollar von Manfred Lotz aus Allendorf (Lumda) geführt. Für die beliebten und für die öffentliche Wahrnehmung wichtigen Sonderfahrten wurde eine Arbeitsgruppe gegründet.

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3. Bahn-Erlebnis-Tag nach Koblenz

In einem VT 642 Desiro der DB starteten 95 Fahrgäste zur ausverkauften Sonderfahrt nach Koblenz, um dort das Eisenbahn-Museum zu besichtigen, um die Stadt zu erkunden oder shoppen zu gehen, was auch einige Mitgereisten taten. „Wir müssen unser Motto heute ändern“, so der Vorsitzende Manfred Lotz, „neben der Bahn-Erlebnis-Reise müssen wir noch Abenteuerfahrt einfügen“. Denn, Koblenz befand sich im Ausnahmezustand, in der Nähe des Hauptbahnhofes wurde eine 500 kg Flieger-Bomber aus dem 2. Weltkrieg entschärft. Dank umsichtiger Verantwortlicher der LB e. V. um Friedrich Lang und Kerstin Lotz, die immer im telefonischen Kontakt zur DB standen, gab es keine An- und keine Abreiseprobleme für die Mitreisenden. Zu Sehenswürdigkeiten entlang der Lahn moderierte Gregor Atzbach in gekonnter Manier. „Wir wollen neugierig machen, wollen Fahrgäste gewinnen, die die Lumdatalbahn hoffentlich zukünftig nutzen können und Routine in Fahrtgewohnheiten bringen sowie die Aufmerksamkeit auf unseren Verein LB e. V. zu lenken“. Das ist letztlich sehr gut gelungen, wie zufriedene Fahrgäste aus Kassel, Herborn, Gießen und dem Lumdatal bescheinigten. Das DB Museum wartete dann mit einer Vielzahl von historischer Bahnfahrzeuge auf, die von ehrenamtlich tätigen Eisenbahner gepflegt werden. Zu sehen waren unter anderem der legendäre TEE-Dieselzug VT 601, die klassischen IC Lokomotive 103 und auch der Salonwagen, der Konrad Adenauer bei seiner legendären Moskaureise als Rückzugs- und Besprechungsraum diente.

Nach einer Extrarunde um die Mittelrheinstadt (unser Zug war der erste, der nach der Entwarnung der Entschärfung der Bombe freigegeben wurde) ging es am Ehrenbreitsteinerufer mit Blick auf das Deutsche Eck und die moderne Rheinseilbahn im Sonderzug mit Kurs auf Wetzlar, Gießen und Lollar.

Herzlichen Dank allen Teilnehmenden, den Sponsoren sowie allen Helferinnen und Helfern! Nach einer ausgesprochenen spannenden Vorbereitungszeit ist sich das LB-Team einig… Es hat Spaß gemacht, mit so vielen netten und zufriedenen Fahrgästen gemeinsam den 3. Bahn-Erlebnis-Tag zu erleben.
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Demokratiekonferenz am 22.04.2017 in Allendorf Lumda

Londorf-London-Hawai

Nicht nur die Vorstands- und Vereinsmitglieder konnten sich im Workshop „ÖPNV und Verkehr“ bei der Veranstaltung von DABEISEIN Lumdatal am 22.04.2017 in Allendorf/Lumda erfolgreich mit einbringen. Das Highlight aus unterschiedlichen Themengebieten wurde hervorragend, belebend und sehr amüsant von dem improvisierenden Theater Fast Forward Theatre aus Marburg unter Mitnahme des Publikums aufgeführt. Ein Genuss für Jedermann!

Herzlichen Dank für die Genehmigung zur Veröffentlichung an das Fast Forward Theater!

https://www.fast-forward-theatre.de/

Bildautor: Kerstin Lotz
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