Willkommen auf der Seite vom Lumdatalbahn e.V.

geschrieben am 22.06.2015 19:32

Seit langer Zeit hält sich hartnäckig ein Gerücht, wonach die Reaktivierung der Lumdatalbahn mit einer Einschränkung der individuellen Mobilität einhergeht. Dazu darf erwiedert werden, wonach in den Gutachten jeweils primär die Fahrzeitvergleiche zwischen den jetzt schon vorhandenen Nutzern im ÖPNV (also im Linienbus) zu den möglichen Fahrzeiten im Zug abgeglichen werden. Desgleichen auf hessiisch: "De Zuch braucht etwa die halb Zeit wäi de Bus bis Gäisse." Umsteiger vom Auto zum Zug wird es also zunächst erstmal gar nicht geben. So eine "Umdenke" braucht seine Zeit. Niemand kann und wird gezwungen werden, auf das Auto zu verzichten. Im Gegenteil, P&R Parkplätze sind an mittelhessischen Bahnhöfen rege nachgefragt. (Stichwort: Intermodaliät) Damit wird dann gleichzeitig auch widerlegt, wenn per Vorurteil den Zugnutzern nachgesagt wird: "Es fahrn nur Schüler, Asylanten und Arme un heiss´ Luft mit dere Eiseboh" (einfach mal den Mittelhessen-Express morgens in der Hauptverkehrszeit oder spät abends von innen begutachten).

Seit ebenso langer Zeit hält sich auch ein Gerücht, mit dem sich hartnäckige Autofahrer im Landkreis ihr Gewissen rein waschen: die Elektromobilität = Sauberes fahren (und meinen damit der Lumdatalbahn das vermeintliche Hauptargument, den Klimaschutz, aushebeln zu können). Fakt: Elektromobilität per Eisenbahn gibts im Lumdatal (genauer in Lollar) seit 1967. (die Main-Weser-Bahn wurde in 1967 von der Dampftraktion auf Elektrotraktion umgestellt. Im Lumdatal selbst waren in den 1970er Jahren zudem auch die Akku-Triebwagen im Einsatz.

Aktuell ein Beitrag zum Thema E-Mobilität per Auto (Seite öffnet sich im neuen Fenster):
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/elektro-113.html

geschrieben am 22.06.2015 16:26

Mit dem Schienenbus ins Lumdatal... Der Film wirkt sehr beruhigend, fast mystisch.

Ab Min. 4:12 dann die Sequenzen im Lumdatal mit dem röhrenden VT 829

Währenddessen wird im Lumdatal zurzeit wieder eifrig, aber kaum zu sehend, gearbeitet.

Die voraussichtlich nächsten Fahrten finden am 06. September statt.

Zum Video (Seite öffnet sich im neuen Fenster):
https://www.youtube.com/watch?v=wLNb9gcarXo

Quelle: YouTuber MarburgerKreisbahn05
https://www.youtube.com/channel/UC8yT8Q_ef-Zh7TGdwSEJaQQ

geschrieben am 21.06.2015 12:40

Am 01. Juni 1902 fand die feierliche Inbetriebnahme der "unteren" Lumdatalbahn, also zwischen Lollar und Londorf durch die Preussisch-Hessische Staatseisenbahn statt. Weil wahrscheinlich an diesem Tag kein normaler Zugverkehr stattgefunden haben dürfte, war dann am 01. Juni 1902 (vor 113 Jahren) der erste reguläre Betriebstag. Leider sind von diesem Ereignis keine Bildbelege bekannt. Es gibt nur ein Bild des vermutlich letzten Bauzuges auf der Londorfer Brücke.

Hinweis: Damals deutete man der Lumdatalbahn zumeist Güterverkehr zu, also die Abfuhr von Landesprodukten, auch Steinen. Der damalige Personenverkehr bestand aus nur wenigen Zugfahrten/Tag. Die Didierwerke (vormals Scheidhauer & Giessing AG) in Mainzlar entstanden erst nach und wegen des Bahnbaus in 1907.

Personenverkehr in der heutigen Ausprägung (auf Schiene und Straße) war schlicht nicht vorhanden. Im Zeitraum nach 1835 bis nach 1900 erlebten die deutschen Länder einen Bahnbauboom, der sogar die damalige Abwanderung nach Nordamerika stoppte. Die Erkenntnis der Prosperität für die Regionen durch den Bahnbau war in den klugen Köpfen vorhanden. Im Lumdatal trat vor 125 Jahren zum Beispiel der Allendorfer Bürgermeister Bieber auf den Plan. Es war etwa die gleiche "Denke", die man heute der Breitbandverkabelung zubilligt.

Doch heute sind auch wieder zahlreiche positive Resultate struktureller Erfolge bei bereits reaktivierten Eisenbahnen nachweisbar.
Einfach mal da hinfahren, wo eine Bahn reaktiviert wurde, ...selbst deren ÖPNV prüfen, ...den betreffenden Bürgermeister nach seinen Eindrücken, ...sowie seinem Kassenstand fragen.

Die Lumdatalbahn erlebte im Verlauf ihrer Gleisgeschichte den Wechsel mehrerer Netzbetreiber (Grünberg - Londorf war in 1896 in Betrieb gegangen, deshalb zunächst in 1897 zur Preußisch-Hessischen Eisenbahngesellschaft) in 1920 zur Deutschen Reichsbahn, ab Juni 1945 schließlich unter Regie der amerikanischen Besatzung, ab September 1949 die Deutsche Bundesbahn, ab Januar 1994 die Deutsche Bahn AG, ab Mai 2002 (nur im Teilabschnitt Lollar - Mainzlar) durch die Hessische Landesbahn AG. Im Teilabschnitt Mainzlar - Londorf gilt der Rechtsstatus seit 01.April 1991 formal als netzbetreiberlos. Der Abschnitt Grünberg - Londorf ist seit 1965 kein Netzteil im Sinne einer Bahnlinie mehr.

Informationen zur Preußisch-Hessischen Eisenbahngemeinschaft (Seite öffnet sich im neuen Fenster):
https://de.wikipedia.org/wiki/Preu%C3%9Fisch-Hessische_Eisenbahngemeinschaft

geschrieben am 21.06.2015 12:22

"Haltung der Bürger zur Lumdatalbahn zählt" betiltelt der Gießener Anzeiger in seinem Bericht vom 21. Mai zu der Veranstaltung am 19. Mai in Rabenau-Londorf. Würde man den Begriff "Bürger" näher eingrenzen, so wären von den etwa 20.000 Bewohnern im Lumdatal immer noch über 4.000 Fahrgäste als jetzige Nutzer des Bus-ÖPNV relevant. Insbesondere vor dem Hintergrund der Zeitersparnis und des Fahrkomforts. Wirft man auch einen Blick zurück ins Jahr 1981 war damals erheblicher Bürgerwille, kraft Unterschriftenaktion, zu verzeichnen.

Das ist eine Eigenheit des Anfang der 1990er Jahre verabschiedeten hessischen ÖPNV-Gesetzes. Bürgerwille zählt.

Bürgerwille alleine reicht dann aber leider auch nicht aus. Die Bürger-Initiative zur Wiederinbetriebnahme der Lumdatalbahn dürfte eine der ältesten aktiven "BI´s" im Landkreis sein. Wir sind seit 1981 in unterschiedlichen Rechtsformen engagiert.

Dennoch ist auch Bürgerwille maßgeblich, um Projekte wie "Breitbandverkabelung", "Autobahn-Anschluß", "überörtliche Radwege" oder "Windkraft-& Photovoltaik-Anlagen" durchzusetzen.

Das Resümee der Veranstaltung lautet:
a) fachlich geeigneter Infrastrukturbetreiber muss eine Betriebsgenehmigung beantragen......und genehmigt bekommen.

b) ein Verkehrsplaner muss eine optimale Verknüpfung verschiedener Verkehrsträger (Bahn & Bus & AST oder ALT) finden, um die diffizilen geographischen Strukturen aller Orte im Lumdatal bestmöglich einzubinden, gleichzeitig auch die nachfragestarke und weitgehend im 30-Min.-Takt bediente Busbedienung zwischen Staufenberg (Kernstadt) und Gießen-Innenstadt nicht beschädigen.

b) der ÖPNV-Aufgabenträger muss per Ausschreibungsverfahren ein geeigneten Verkehrsbetrieb für die Dienstleistung Schienenverkehr finden

Diese Thematik dem auch kritischen Normalbürger zu verdeutlichen ist eine Herausforderung. Die Realitäten des am Pfingstmontag stattgefundenen Tourismusverkehres belegen aber den hohen Akzeptanzgrad in der Bevölkerung für die Schiene.

Zum Artikel des Gießener Anzeigers (auch über unser Pressearchiv zu erreichen):
https://lumdabahn.de/cms/node/110

Das Podium (von links): Stephan Kannwischer, Christiane Schmahl, Michael Laux, Karlheinz Erbach, Karl Wagner, Annette Bergen-Krause und Kurt Hillgärtner.
Foto: Sommer

Quelle: http://www.giessener-anzeiger.de/

geschrieben am 21.06.2015 12:11

Ein interessanter Filmbeitrag zum Thema "Energie sparen bei den Bahnen" wurde am 28.05.2015 im Sender 3sat in der Sendung -nano- veröffentlicht.

Sehenswert (Seite öffnet sich im neuen Fenster):
http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=51771

Darin auch u.a. die Erkenntnis: Weniger Tempo = höhere Energieeffizienz

Quelle: http://www.3sat.de/

geschrieben am 20.06.2015 16:06

Vielen Dank für den überraschend regen Fahrgast-Zuspruch bei den OEF - Pendelfahrten am Pfingstmontag 2015 zwischen Gießen und Mainzlar. Leider mussten etliche Fahrgäste während der Fahrten im Zug stehen, oder wegen Überfüllung gar an den Bahnsteigen zurück bleiben.
Dafür die ausdrückliche Bitte um Entschuldigung.
Dieser kurze Film beschreibt die Einfahrt des letzten, dann vergleichsweise leeren Zuges um 18.00 Uhr in Mainzlar.

Es macht Mut, diese Veranstaltung zu wiederholen. Leider ließ sich der Zug gestern nicht verlängern. Leider ließ sich auch der Wunsch nach Weiterfahrt bis Treis/Lda., Allendorf/Lda. oder Londorf für den gestrigen Fahrtag nicht realisieren.

Zum Video (Seite öffnet sich im neuen Fenster):
https://www.youtube.com/watch?v=wYhjZPJXt6Q

geschrieben am 20.06.2015 15:52

Landrätin Schneider und Bürgermeister Hillgärtner äußern sich zu den Chancen, die insgesamt das Lumdatal bietet, zu vorhandenen Pluspunkten oder in Teilbereichen strukturell noch ausbaufähig sind (es ist keine reine "Schlafregion!", siehe Link).

Zum Artikel des Gießener Anzeigers (auch über unser Pressearchiv zu erreichen):
https://lumdabahn.de/cms/node/166

geschrieben am 20.06.2015 14:05

Zwischen Allendorf und Londorf befindet sich u.a. die Lumdabrücke. Diese Brücke war innerhalb der letzten 3 Wochen leider ein Ziel einer Sachbeschädigung. Das Brückengeländer ist auf einer Seite auf der Länge von etwa 6 mtr. nach Gewalteinwirkung abgebrochen und hängt jetzt herab. Dadurch geht eine Gefahr im Sinne der Erhaltung eines sicheren Verkehrsweges aus.

geschrieben am 19.06.2015 20:35

Zeitungsmeldung vom Samstag, den 02. Mai zur Eröffnung der Ausstellung: "Eisenbahn im Lumdatal" im Zentrum von Allendorf/Lda. Diese Ausstellung wurde im Schaufenster in -Reunings Halle der Kunst- organisiert. Gezeigt werden eine Reihe verschiedener Bilder, typische Relikte der alten Eisenbahn, ein Modell-Schienenbus und Exponate, die mit der modernen Eisenbahn zu tun haben. Vergrößerte Texte werden nicht gezeigt. Der Artikel geht kurz auch auf die aktuelle N/K/U zur Lumdatalbahn ein.

Zum Artikel des Gießener Anzeigers (auch über unser Pressearchiv zu erreichen):
https://lumdabahn.de/cms/node/153


Obwohl die Eröffnung wochentags am Nachmittag stattfand, waren viele Interessenten gekommen.
Foto: Ulmers / Gießener Anzeiger

Quelle: http://www.giessener-anzeiger.de

geschrieben am 19.06.2015 17:43

Die Parkplätze am Bahnhof in Lollar werden durch den Lumdatalbahn e.V. treuhänderisch für DB Station & Service vermietet. Zur Vermietung gelangen Sie Sie über unsere Website:
https://lumdabahn.de/cms/parkkarten

Ein vergleichsweise ausführlicher Bericht zum Bahnhof Lollar ist hier zu finden (Seite öffnet sich in einem neuen Fenster):
http://de.wikipedia.org/wiki/Bahnhof_Lollar

aussteigen in Lollar an Gleis 11 Bildautor: M.M.  Aus Gründen der Wahrung der Personen-Idenditäten wurden die Gesichter der Fahrgäste geschwärzt
HLB 429 046 wartet in Gleis 11; Blickrichtung -> Wissmar

Seiten