Lumdatalbahn e.V. und Allendorfs Bürgermeisterin zu Besuch beim RMV


Von links nach rechts: Professor Knut Ringat (Geschäftsführer RMV), Annette Bergen Krause (Bürgermeisterin Allendorf/Lumda, Kerstin Lotz (LB e.V.), Friedrich Lang (LB e.V.), Michael Laux


RMV, Allendorfs Bürgermeisterin und der Lumdatalbahnverein im Dialog
Ortstermin am Sitz des Rhein-Main-Verkehrsverbundes in Hofheim

Eine Delegation aus dem Lumdatal besuchte in der vergangenen Woche die Spitzenvertreter des Rhein-Main-Verkehrsverbundes RMV. Unterstützt von Allendorfs Bürgermeisterin Annette Bergen-Krause machten sich vier Mitglieder des LB e.V. (Verein Lumdatalbahn) auf den Weg zum Sitz des Verbundes in Hofheim. Empfangen wurden die Gäste von Prof. Knut Ringat, Geschäftsführer und Sprecher der Geschäftsführung sowie von Thomas Busch, Leiter der Verkehrs- und Mobilitätsplanung.

Thema war selbstverständlich die Reaktivierung der Lumdatalbahn. Das aktuelle Gutachten soll nach Ansicht des Landkreises Gießen und der beteiligten Städte und Gemeinden die endgültige Entscheidung in dieser lange diskutierten Frage herbeiführen.

Laut RMV sind die Untersuchungen zwischenzeitlich abgeschlossen und Ergebnisse liegen vor. Diese sollen in den nächsten Wochen mit den betroffenen Bürgermeistern entlang der Strecke, dem Landkreis Gießen und dem Zweckverband Oberhessische Versorgungsbetriebe ZOV besprochen werden, bevor die Öffentlichkeit informiert wird.

Ein wichtiges und kurzfristig zu erreichendes Ziel ist es, die formale Stilllegung des Lumdatalbahn-Abschnittes Lollar – Staufenberg-Mainzlar nach Ende des regelmäßigen Güterverkehrs zu verhindern. Zwar kann auch eine dem Gesetz nach stillgelegte Bahnstrecke wieder in Betrieb genommen werden, die Kosten steigen dann aber zumeist.

Der RMV sagte der Delegation im Rahmen seiner Möglichkeiten seine Unterstützung zu, ein Veto gegen die Stilllegung einlegen, um den Bestand der Strecke wenigstens bis zu einem Beschluss über die Zukunft der Strecke zu sichern.

An dieser Stelle der Gespräche betonten die Vereinsvertreter ihre Bereitschaft, weiter ehrenamtlich für den Erhalt der Strecke zu arbeiten. Der LB e.V. und die frühere LB AG kümmern sich seit gut zwei Jahrzehnten um die Schienen-Infrastruktur im Lumdatal.

Professor Ringat vom RMV riet, im Fall einer möglicherweise positiv ausfallenden Nutzen- Kostenuntersuchung schnell politische Entschlüsse zu fassen und in die Tat umzusetzen. Die Baukosten stiegen regelmäßig und der Bevölkerungsrückgang im ländlichen Raum beschleunige sich, so dass das Projekt schnell realisiert werden sollte.

Michael Laux vom LB e.V. freut sich besonders, dass mit Allendorfs Bürgermeisterin Annette Bergen-Krause auch eine Vertreterin der Lumdatal-Städte und -Gemeinden mit nach Hofheim gekommen war. „Frau Bergen-Krause kämpft für den Anschluss ihrer Stadt an das moderne Schienennetz. Der Dialog vor Ort ist viel besser, als vom heimischen Schreibtisch aus die angebliche Untätigkeit des RMV zu beklagen. Wir hatten jedenfalls den Eindruck, dass dem RMV durchaus an einer guten ÖPNV-Anbindung des Lumdatales gelegen ist“ fasst LB e.V. Vorsitzender Michael Laux zusammen.