Das Lumdatal braucht die Schiene und Ihre Unterstützung!

VT 628 der Frankfurt-Königsteiner-Eisenbahn

 

Die meisten Städte und Gemeinden im Landkreis Gießen haben einen Regionalbahnanschluss. Im Stundentakt oder sogar noch öfter fahren die Fahr- gäste auf der Vogelsbergbahn, der Lahn-Kinzig-Bahn und der Main-Weser-Bahn nach Gießen zur Universi- tät, an den Arbeitsplatz oder zum Einkaufen. Auch Frankfurt und Marburg sind auf der Schiene schnell zu erreichen.

Für das Lumdatal wurden in den Jahren 2017 und 2018 entscheidende Weichen gestellt. Die Lumda- talbahn soll ab 2023 wieder fahren. Endlich eine Investition für den ländlichen Raum, die dazu dient, den Menschen bessere Chancen durch bessere Mobilität zu garantieren.

Was genau ist geplant?

Die Lumdatalbahn soll als eingleisige Strecke von einem Pendelzug werktags im Stundentakt, sonntags voraussichtlich alle zwei Stunden befahren werden. Der Ausbau für einen Halbstundentakt würde deutlich höhere Investitionen für einen Begegnungsbahnhof erfordern. Der Fahrplan kann so zwar nicht verdichtet werden, bei Bedarf wird aber ein längerer Zug zum Einsatz kommen.

Was zunächst wie ein Nachteil der aktuellen Planung aussieht, eröffnet jedoch die Chance auf eine optima- le Arbeitsteilung für Bahn und Bus. Denn der Bus wird auch künftig mit einem angepassten Fahrplan um- steigefreie Verbindungen aus den Ortsteilen von Rabenau, Allendorf (Lumda) und Staufenberg nach Gießen bieten.

Der Vorteil der Bahn liegt in ihrer deutlich kürzeren Fahrzeit und in den schnellen Umsteigeverbin- dungen, zum Beispiel nach Frankfurt, Marburg und Wetzlar. Darüber hinaus wird die Gießener Innen- stadt an der Station Gießen-Oswaldsgarten zügig erreicht. Für das Lollarer Baugebiet Lumdaniederung bedeutet die neue Station Lollar-Nord einen direkten ÖPNV-Anschluss im hochwertigen Schienenverkehr.

Haltestellen

 

Bürgerbeteiligung im Planungsprozess – wir sind bereit!

Heute ist es üblich und wichtig, die Bürgerinnen und Bürger in aktuelle Planungen einzubinden. Wir vom Verein Lumdatalbahn e. V. stehen genau dafür be- reit. Viele aktive Mitglieder werben seit Jahren, manche seit Jahrzehnten, für die Reaktivierung der Lumdatalbahn. Wir schauen uns deutschlandweit erfolgreiche Projekte im Schienenverkehr an und bringen Ideen in die Region.

MIT IHRER HILFE SIND WIR NOCH STÄRKER. Kommen Sie zu uns, wenn Sie von den Vorteilen der Lumdatal- bahn überzeugt sind. Wenn Sie zu den „Machern“ gehören, die Immobilien im Tal entwickeln, wenn Ihnen unsere Umwelt am Herzen liegt, wenn Sie sich für mobilitätsbehinderte Menschen engagieren, wenn Sie Fan der Eisenbahn sind und diese als Kulturgut begreifen – dann passen Sie zu uns!

Sonderfahrt mit Schienenbussen der Oberhessischen Eisenbahnfreunde im Jahre 2015. – Foto: Gregor Atzbach

 

Häufig gestellte Fragen zur Lumdatalbahn und unsere Antworten!

Warum brauchte es mehrere Gutachten, um der Lumdatalbahn einen hohen Verkehrsnutzen zu bescheinigen?

Der Regionalverkehr auf der Schiene wächst seit der Bahnreform Mitte der 1990er kontinuierlich um etwa 2 Prozent pro Jahr. Nicht nur in den Ballungsräumen, sondern überall, wo die Angebote stimmen. Selbst wenn die Nachfrage im Lumdatal vor zwei bis drei Jahrzehnten nicht schienenwürdig war – heute ist sie es allemal!

Warum werden für die Lumdatalbahn-Reaktivierung heute weniger Investitionskosten genannt als in früheren Untersuchungen?

Die Lumdatalbahn soll für einen Stundentakt ertüchtigt werden und nicht für einen Halbstundentakt, wie früher geplant. Signale und Nebengleise werden auf ein Minimum reduziert. Die Taktlücken soll der Bus schließen, der damit auch für alle Orts- und Stadtteile die gewohnten Verbindungen beibehalten wird. Das niedrige Zinsniveau begünstigt außerdem Investitionen – auch im ländlichen Raum!

Ist die Lumdatalbahn auch bei einem Betrieb im Stundentakt ihr Geld wert?

Auf jeden Fall. Das attraktive und schnelle Angebot wird dem ÖPNV im Lumdatal neue Kunden bringen. Die Zahl der Busfahrten in den engen Ortsdurch- fahrten wird reduziert. Die Bahn leistet einen Beitrag zum Klimaschutz und sorgt für mehr Sicherheit im Verkehr. Der LB e. V. wird darauf achten, dass der Ausbau für den dichteren Fahrplan technisch machbar bleibt.

Fahren die Menschen nicht lieber mit dem Auto?

Manche ja. Aber gerade junge Menschen sind heut- zutage flexibel in der Wahl des Verkehrsmittels und betrachten das Auto nicht mehr als Statussymbol. Fahrrad und Bahn werden ganz selbstverständlich in Kombination genutzt. Und mit dem neuen Schülerticket, den Semestertickets und mehr Jobtickets wird Mobilität preiswert für viele.

Wie belastend ist die Lumdatalbahn für direkte Anwohner?

Die Höchstgeschwindigkeit wird bei 80km/h liegen, in den Ortslagen wegen der dortigen Stationen sogar deutlich darunter. Zeitgemäße Schienenfahrzeuge verursachen bei diesen Geschwindigkeiten keinen unzumutbaren Lärm. Pfeifen muss die Bahn nur dort, wo Bahnübergänge weder Schranke noch Lichtzeichenanlage aufweisen.

Wenn schon Umweltschutz per Bahn, warum nicht gleich richtig – mit Brennstoffzellen- oder Elektro- antrieb?

Beides ist keine Vision. In Hessen ist die Beschaffung von Triebwagen mit Brennstoffzellenantrieb bereits fest geplant. Für E-Antrieb ist der Oberleitungsbetrieb noch immer das Maß der Dinge. Die Oberleitung erfordert aber Investitionskosten, die sich erst bei einem dichte- ren Takt rechnen. Akkulösungen haben noch keine ausreichende Effizienz. Was noch nicht ist, kann aber noch werden.


Steigen Sie ein – In den Verein Lumdatalbahn e.V.

Die Lumdatalbahn erhalten und moderne ebenso wie historische Fahrzeuge präsentieren – dazu hat sich im September 2010 der Verein „Lumdabahn e.V“ gegründet.

Für einen geringen Jahresbeitrag von 30 € (15 € für unter 18-jährige und Studenten) bietet er allen an der Lumdatalbahn interessierten Menschen eine Heimat.

Engagierte Bürgerinnen und Bürger sind ebenso willkommen wie Fachleute aus Verwaltung, Tourismus, Wirtschaftsförderung und Heimatpflege.

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