Saarland-Flair und Industriekultur für die Gäste aus dem Lumdatal

Sonderzug in Völklingen. – Foto_ Jürgen Lerch

Rund 100 Gäste aus dem Lumdatal und drüber hinaus nutzten am letzten Wochenende die Sonderzugfahrt „Bahn-Erlebnis-Tag“ des Vereins Lumdatalbahn e.V.. Mehr als 550 Kilometer legte der Triebwagen der Hessischen Landesbahn zurück, um von Lollar über Frankfurt, Mainz und das Nahetal nach Völklingen und zurück zu gelangen. Hauptziel war die „Völklinger Hütte“, ein 1986 stillgelegtes und vollständig erhaltenes Hochofenwerk. Der Weg durch das Werk führt bis hinauf an die Spitze der Hochöfen, wo sich ein spektakulärer Ausblick bietet.

Ein Teil der Reisenden stieg in Saarbrücken aus und erkundete die Hauptstadt des Saarlands. Die Nähe zu Frankreich prägt das Lebensgefühl in den Gassen der Altstadt und am Ufer der Saar. Passend zum „Bahn-Erlebnis-Tag“ gab es auch Begegnungen mit besonderen Zügen. In Völklingen hielten einige Besucher gezielt Ausschau nach den Flüssigeisen-Transportzügen.  Weil auch heute noch Roheisen in Völklingen verarbeitet wird, fahren regelmäßig Spezialzüge aus der 17 Kilometer entfernten Dillinger Hütte direkt in das Stahlwerk hinein. Die extrem schweren „Tankwagen“ für flüssiges Eisen fahren an allen Tagen der Woche und rund um die Uhr.

Nostalgisch ging es dagegen beim eher zufälligen Zusammentreffen des Lumdatalbahn-Sonderzuges mit dem Dampfzug der Eisenbahnfreunde Treysa zu. Der auf dem Weg ins Rheintal befindliche historische Zug wurde in Butzbach überholt. Am Abend wiederholte sich das Zusammentreffen in umgekehrter Richtung.

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