Lumdatalbahn

Herzlich willkommen

auf der Webseite des Vereins Lumdatalbahn e. V.!

Wir setzen uns für den Erhalt und die Reaktivierung der Lumdatalbahn ein. Auf dieser Webseite stellen wir die Lumdatalbahn und unsere Ziele und Aktivitäten vor.

 

Walk & Talk am Nikelsdoag

Wie hält man die Begeisterung für ein Bahnprojekt über Jahre oder sogar Jahrzehnte in der Bevölkerung aufrecht, zumindest in demjenigen Teil der Bevölkerung, der sich aufgeschlossen für den ÖPNV und den Klimaschutz erweist? Diese Frage stellt sich der Verein Lumdatalbahn e. V. von Jahr zu Jahr. Schließlich geht es mit der Lumdatalbahn nur in kleinsten Schritten voran. Trotz richtungsweisender Beschlüsse befindet sich das Reaktivierungsprojekt in der Dauerwarteschleife. Aktuell hängt es an den neu gefassten Förderrichtlinien, die aus Berlin erwartet werden. Ein möglicher Personalwechsel im Bundesverkehrsministerium wird nicht zur Verkürzung der Wartezeit beitragen. Nicht umsonst trägt der Verein Lumdatalbahn e.V. seit einiger Zeit den Slogan „eine gute Idee braucht einen langen Atem“.

Die Bahn muss erlebbar bleiben, sonst schwindet sie mehr und mehr aus dem Bewusstsein. Bis Ende 2016 konnten Pendelfahrten auf der vier Kilometer langen Reststrecke stattfinden. Der „Schmaadlecker-Shuttle“ war eine feste Größe und erfüllte seinen Zweck sehr gut: Einmal im Jahr zeitgemäßer Nahverkehr zum Anfassen. Es folgte der regelmäßige „Bahn-Erlebnistag“, der anfangs noch in Mainzlar starten konnte und seither von Lollar aus einmal im Jahr interessante Ziele für Eisenbahnfreunde und andere Reisehungrige anbietet. Höhepunkt war 2020 der TEE nach Nürnberg, mit hohem Risiko unter Pandemiebedingungen geplant, aber letztlich sehr erfolgreich.
Aber ein ähnliches Risiko im laufenden Jahr nochmals eingehen? Dazu waren die meisten Aktiven nicht bereit. „Walk & Talk zum Nikelsdoag“ heißt daher ein vorläufig einmaliges Veranstaltungsformat. Es wird einen unterhaltsamen Stadtrundgang „vom Schulhaus zum Alten Bahnhof“ in Allendorf /Lumda geben, danach eine lockere Talkrunde. Der regional bekannte Entertainer Frank Mignon wird sich der Bahn ein stückweit musikalisch-satirisch nähern. Kleine, ausgewählte Spezialitäten werden zum Verzehr bereitstehen.
Wer dabei sein möchte, informiere sich bitte unter www.lumdatalbahn.de, denn die Pandemie macht bekanntlich immer wieder kleine Anpassungen am Konzept nötig. Alles in allem sollte es aber ein unterhaltsamer Nachmittag werden – und eine neue Erfahrung für die Aktiven des Vereins.
Termin: 31.10.2021
Beginn: 13.00 Uhr an der Grundschule Allendorf /Lumda zur Stadtführung „Vom Schulhaus zum Alten Bahnhof“ bzw. zum „Walk am Nikelsdoag“.
Beginn: 15. 00 Uhr im Gasthaus Alter Bahnhof zum „Talk am Nikelsdoag“.

Wir haben unsere Mitgliedpreise gesenkt!

Die Lumdatalbahn erhalten und moderne ebenso wie historische Fahrzeuge präsentieren – dazu hat sich im September 2010 der Verein „Lumdatalbahn e. V.“ gegründet.

Mitgliedsbeiträge:

  • Der jährliche Mitgliedsbeitrag beträgt pro Person 30,00 €.
  • Der Beitrag für Familien (inklusiv Kindern) beträgt 50,00 €.
  • Jugendliche ab 16 Jahren, die alleine eintreten, Auszubildende und Studierende bis zum 30. Lebensjahr zahlen den reduzierten Mitgliedsbetrag in Höhe von 10,00 €.
  • Fördermitglieder (Institutionen, Kommunen, Firmen u. a.) zahlen ab 50,00 €.

Eine Aufnahmegebühr wird nicht erhoben. Die Beiträge sind zum 01.01. des Jahres fällig.

Engagierte Bürgerinnen und Bürger sind ebenso willkommen wie Fachleute aus Verwaltung, Tourismus, Wirtschaftsförderung und Heimatpflege.

Interressiert?
Dann füllen Sie unseren Mitgliedsantrag aus und werden Sie heute noch Mitglied!

Mitgliedsantrag

LB: #3 – Wie könnte eine reaktivierte Strecke im Optimalfall aussehen?

8. Juli 2021

In dieser Ausgabe sprechen wir zuerst über den neusten Stand der Reaktivierung. Außerdem überlegen wir, wie eine reaktivierte Strecke im Optimalfall aussehen kann!

 

 

Pressestimmen: Trasse der Lumdatalbahn in Treis für Autoverkehr nutzen

Meldung vom 24.06.2021 – Gießener Anzeiger – Trasse der Lumdatalbahn in Treis für Autoverkehr nutzen


Gegendarstellungen:

29.06.2021 – Gießener Anzeiger – Treis: „Nicht statt, sondern neben Bahn“

29.06.2021 – Gießener Allgemeine – Kritik an Gefeller reißt nicht ab

29.06.2021 – ProBahn und Bus – „Verkehrspolitik aus dem letzten Jahrtausend“

29.06.2021 – ProBahn – VCD, PRO BAHN und Pro Bahn & Bus im Deutschen Bahnkundenverband widersprechen Staufenbergs Bürgermeister Gefeller in Sachen Lumdatalbahn

29.06.2021 – VCD Gießen – Staufenbergs Bürgermeister macht Verkehrspolitik aus dem letzten Jahrtausend

Autoverkehr auf der Lumdatalbahn-Trasse?

Liebe Freundinnen und Freunde der Lumdatalbahn, die Ansichten von Staufenbergs Bürgermeister Peter Gefeller zur Nutzung der Lumdatalbahn-Trasse für den Autoverkehr in Treis sollten nicht unwidersprochen bleiben. Bleiben Sie auch nicht, dafür haben der Verkehrsclub Deutschland VCD, der Fahrgastverband PRO BAHN und Pro Bahn & Bus, unser Partner im Deutschen Bahnkundenverband, gemeinsam gesorgt. Lesen Sie die Stellungnahme oder in den nächsten Tagen auf den ebenso lesenswerten Seiten des VCD Hessen / Kreisverband Gießen oder von PRO BAHN Hessen.

LB: #2 – Wer kämpft für die Reaktivierung?

2. Juni 2021

Nachdem 1981 der letzte Personenzug im Lumdatal fuhr, fanden sich relativ bald Bürger zusammen die, die Züge ins Lumdatal zurück holen wollten. Angefangen hat alles als Bürgerinitiative, später als Aktiengesellschaft. Aus Verwaltungsgründen entstand aus der Aktiengesellschaft unser Verein „Lumdatalbahn e.V.“.

 

Weiterführende Links:

Tarek Al-Wazir äußert sich zur Reaktivierung der Lumdatalbahn

„Die Verbesserung der Anbindung der ländlichen Räume an den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) ist der hessischen Landesregierung ein wichtiges Anliegen. Daher verfolgt und unterstützt das Land die Planungen zur Reaktivierung der Lumdatalbahn mit besonderem Interesse“. Weiterhin wird aus einem aktuellen Antwortschreiben des Staatsministers zitiert „…mit der Neufassung können gemäß § 2 (1), Nr. 2 und § 4 (1), Nr. 2 GVFG Reaktivierungen von Schienenstrecken mit bis zu 90 % der jeweiligen zuwendungsfähigen Kosten durch den Bund gefördert werden. Diese Förderung wird durch eine Komplementärfinanzierung des Landes weiter ergänzt. Die Fachabteilung meines Hauses hat auf der Grundlage des bereits eingereichten Planungsstandes der Reaktivierung der Lumdatalbahn das Vorhaben Anfang 2021 für eine Aufnahme in das GVFG-Bundesprogramm angemeldet…“. Abschließend bedankte sich der Staatsminister Tarek Al-Wazir für die engagierte Unterstützung dieses Reaktivierungsvorhabens.

Die Stilllegung des Personenverkehrs im Lumdatal 1981 – Gründe für eine Fehlentscheidung

Das letzte Fahrplanangebot der 1980er Jahre umfasste im Lumdatal noch sieben Zugfahrten pro Werktag und Richtung. Gegenüber den Vorjahren war der Zugverkehr sogar ein wenig ausgeweitet worden. Genutzt hat es nichts, die Zeit war fest vom Glauben an das Auto als alleiniges Verkehrsmittel der Zukunft geprägt. Der „Gießener Ring“ war entstanden, mit Fernstraßen-Anschluss in fast alle Richtungen.

Für die Bahn in den Regionen gab es noch kein Zukunftskonzept, die Bundesbahn setzte auf die „Schnellfahrstrecken“ und ein „betriebswirtschaftlich optimiertes Netz“. Weite Teile unseres Landes             wurden damals vom Schienenverkehr abgehängt. Vor dem Hintergrund des zunehmenden Defizits und des Zuschussbedarfs der Deutschen Bundesbahn war eine Zielvereinbarung zwischen der Bundesregierung und der damals als Behörde organisierten Bahn getroffen worden, das Bahnnetz von 29.000 auf 23.000 Kilometer schrumpfen zu lassen.

Dabei hätte die Lumdatalbahn sogar im „betriebswirtschaftlich optimierten Netz“, das war ein Schlagwort der damaligen Verkehrspolitik, Chancen gehabt. Die Strecke befand sich bereits in einem weitgehend rationalisierten Zustand ohne personenbediente Stellwerke oder Schrankenposten. Und immerhin 702 Reisende pro Werktag und Richtung nutzten 1979 noch die wenigen Fahrten, was eine beachtliche durchschnittliche Besetzung pro Zug ergab. Aber die Politik wollte anders, die große Verkehrspolitik in Bonn ebenso wie die Bundesbahn-Direktion in Frankfurt.

In Londorf wurde der letzte Zug am 30. Mai 1981 mit einem Spruchband empfangen. Abschiedsfahrten waren in den 1970er und 1980er Jahren leider nicht selten. Ein Jahr zuvor hatte es die „Kanonenbahn“ von Lollar nach Wetzlar erwischt. Lollar war somit innerhalb von zwei Jahren vom Knotenbahnhof zur Durchgangsstation „geschrumpft“. Zum Glück ist das Zugangebot auf der verbliebenen Main-Weser-Bahn seit den 1990er Jahren kontinuierlich gewachsen.

Dem Bericht von Dieter Eckert zufolge gab es gegen die Stilllegung der Lumdatalbahn 1981 erheblichen Protest. Unterschriften wurden gesammelt, Verbesserungsvorschläge für den Fahrplan unterbreitet – leider ohne Erfolg. Den Rückenwind pro Lumdatalbahn spüren wir im Verein Lumdatalbahn zum Glück bis heute. Triebfahrzeugführer des letzten Zuges war übrigens Paul Hanl (Beuern) vom Bahnbetriebswerk Gießen.

Aus www.lumdatalbahn.de / historisch

„Tarek Al-Wazir äußert sich zur Reaktivierung der Lumdatalbahn“ weiterlesen

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