Willkommen auf der Seite vom Lumdatalbahn e.V.

geschrieben am 17.06.2015 22:01

Wenn eine Bahnlinie am Waldrand verläuft, stehen zwangsläufig Bäume in Gleisnähe. Bäume am Waldrand neigen dazu "zum Licht hin" zu wachsen. Das bedeutet wiederum, dass deren Äste einseitig wachsen, bzw. dann durch Schrägwuchs des Stammes zu einer Gefahr für Dritte im Sinne der Verkehrswegsicherung werden können. Dem muss dann rechtzeitig Einhalt geboten werden. Genehmigungen bzw. Vorkehrungen sind konkret vorhanden. Vier Sägen waren dann auch am Samstag den 28. Februar in Händen von 4 fachkundigen Freischneidern im Einsatz. Einzelne Hecken sind seit 1993 durch Ihre anhaltende Bepflegung übrigens relativ schnell wieder auf "Stockmaß" zurückgeschnitten.


geschrieben am 17.06.2015 21:50

Stichwort Bürgerbus: Seit ein paar Jahren verkehrt in der Stadt Staufenberg ein von ehrenamtlichen Lenkern gefahrener "Ergänzungsbus" zur Linie 520. Puristen könnten nun hinterfragen, warum denn überhaupt zur eigenwirtschaftlichen Linie 520 noch zusätzlich ein Citybus (in Konkurrenz) angeboten wird? Die Erklärung findet sich im aktuellen Zeitungsartikel: Ältere, wenig mobile Bewohner in den vier Stadtteilen sollen damit das Gewerbegebiet "Vitale Mitte Staufenberg" erreichen können. Dieser Bürger-City-Bus fährt denn auch eine Fülle weiterer Bushaltenstellen verteilt im Stadtgebiet an, die die 520 nicht andient. Leider wird damit dann auch ein Stück weit zentralistische Strukturpolitik erkennbar: Versorgungs-Infrastrukturen wurden nahe zusammengelegt, auch wenn damit die feingliedrige Nahversorgung in den Stadtteilen faktisch zusammenbrach, weil nicht mehr konkurrenzfähig.

Wie gut ist es da zu wissen, dass der Lumdatalbahn-Haltepunkt Daubringen nur max. etwa 3 Fußminuten von der "Vitalen Mitte Staufenberg" entfernt ist. Wie gut ist es ferner zu wissen, dass jener Staufenberger-Bürgerbus dann auch ergänzend zu einem SPNV-Angebot der Lumdatalbahn fungieren könnte. (Denn ein paar Spötter der Lumdatalbahn verweisen auf die vermeintlich schlechte Erreichbarkeit bestimmter Stadtteillagen hin, würde anstelle der 520er Buslinie die Lumdatalbahn verkehren)

Ausweislich dieses Bus-Ergänzungssystems kann also die 520 dann doch nicht alle Mobilitätsbedüfnisse decken?
Gut ferner auch zu wissen, dass der Staufenberger Bürgermeister dieses "Bürger-Bus-System" kennt und schätzt und sich ergo damit vorstellen könnte, dass es auch ein Bürger-Bahn-Modell" im Lumdatal geben könnte.

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http://www.giessener-anzeiger.de/lokales/kreis-giessen/staufenberg/buerger-fahren-fuer-buerger-in-staufenberg_15012610.htm


Alle beteiligten Fahrer, Sponsoren und Initiatoren stehen hinter dem Projekt „Citybus“.

Foto: Ulmers
Quelle: http://www.giessener-anzeiger.de

geschrieben am 17.06.2015 21:36

Die Fahrgäste in öffentlichen Verkehrsmitteln werden innerhalb des RMV-Verbundgebietes -mehr oder weniger spürbar- immer wieder unter Wahrung der Identität des Einzelnen gezählt. Diese Fahrgastzahlen-Erhebung wird seitens des hiesigen Verkehrsverbundes auch gebührend veröffentlicht. Schließlich bedarf der gesamte ÖPNV dennoch Zuschüsse des Bundes.

Über die Jahre hinweg wird eine bestimmte Tendenz registriert: Fahrgastzahlen steigen innerhalb der ÖPNV-Angebote signifikant in Bahnen des Nahverkehrs, während bei Linien-Bus-Nahverkehren eher eine Stagnation zu verzeichnen ist.

Diese Zahlen der Verbünde werden dann bundesweit dann auch vom Statistischen Bundesamt überarbeitet bzw erhoben, dessen Ergebnisse wiederum von bestimmten Akteuren kommentiert:

"Dirk Flege, am Mittwoch in Berlin. „Dabei hat der öffentliche Verkehr seine Wachstumsgrenzen noch nicht erreicht. Das Potenzial ist riesig, wenn das Angebot an die Reisenden stimmt.“

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http://www.allianz-pro-schiene.de/presse/pressemitteilungen/2015/002-destatis-mehr-fahrgaeste-nutzen-personenverkehr-auf-der-schiene/


Die Regiobahn in Mettmann gehört zu Deutschlands erfolgreichsten Bahnen. Der weitere Ausbau des Nahverkehrs hängt nun von den Verhandlungen zwischen Bund und Ländern ab.

FotoTaubert
Quelle: http://www.allianz-pro-schiene.de/

geschrieben am 17.06.2015 21:28

Es geht um das hessische Naturschutzgesetz, genauer dessen Legitimierung von Freischneidearbeiten an Büschen und Bäumen entlang der Bahntrassen.

Allerorten zwar nicht, aber doch an etlichen Bahnlinien wird eben "geschwitzt" (im Sinne von gearbeitet): Denn das "Grün" wuchert in den drei Monaten im Frühjahr/Frühsommer etliches von dem jetzt zurückgeschnittenen "Regel-Lichtraum-Profil" wieder zu.

Wenn sich irgendwer der Leser dieser Nachricht ermuntert fühlt, kann natürlich auch hier im Lumdatal anpacken. Die Arbeiten stehen unter Obhut des Unfallschutzes durch die zuständige Berufsgenossenschaft. Wir (als Lumdatalbahner) verfügen über eine Betretungsgenehmigung, über genaue Lagepläne aller Flurstücke, über geeignetes Freischneide-Werkzeug. Nur die Sache mit der Mobilität und der geeigneten Kleidung muss fallweise geklärt werden.

Die Arbeiten sind sehr kräftezehrend und schweißtreibend. Physisch labilen bzw. körperlich angeschlagenen Personen kann dies nicht zugemutet werden.

Ansonsten, ...so siehts eben während dieser Arbeiten aus, egal ob im Dietzhölztal, Aartal oder Lumdatal.

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http://phpbb.hunsrueckquerbahn.de/phpBB3/viewtopic.php?f=76&t=48372

geschrieben am 17.06.2015 20:51

Zu dieser schweren und großen Säge (links) gesellt sich nun die leichte kleine Säge (rechts).
Die dritte, mittelgroße Säge ist zurzeit bei einem Sympathisanten und Helfer in Verwahrung.

geschrieben am 17.06.2015 15:20

Neues "Familien-Mitglied" wurde 2015 diese kleine Kettensäge. Grund: Seit 1993 schneiden wir an der Bahntrasse der Lumdatalbahn profilfrei und seit etwa 2001 verfügen wir über je eine mittelstarke und starke Kettensäge, die sich jedoch für das schneiden von kleinen Ästen und Zweigen oft als zu unhandlich und schwer herausstellten. Diese neue Säge ist vergleichsweise leicht und sehr sparsam im Benzinverbrauch. Ganz besonderen Dank gebürt deshalb den Mitglieder des Vereins Lumdatalbahn e.V.. Nur durch die aktive finanzielle Unterstützung kraft Mitgliedsbeiträgen ist es überhaupt möglich, solche Anschaffungen einzuplanen und zu realisieren. Gottlob ist auch der Verein LB e.V. von einer Reihe pflichtgemäßer , aber kostenträchtiger Verwaltungsangelegenheiten der LB AG befreit.

geschrieben am 17.06.2015 15:08

Wenn...

...Sie mal wieder wie die "Ölsardinen" im 520er Bus stehen müssen,
...Ihr Anschlußzug am Bahnhof Gießen wenige Minuten vor Ankunft des selbst genutzen Busses oder Zuges abgefahren ist,
...Sich seit über 33 Jahren ganz profan fragen: "Warum klappt das eigentlich nicht mit der Wiederinbetriebnahme der Lumdatalbahn?"
...Ihr 520er Bus unerwartet doch eine andere Ziel- oder Unterwegs-Haltestelle bedient, als gedacht,
...Das Preisniveau für eine einfache Fahrt eines Erwachsenen von Rabenau-Londorf nach Lollar (ca. 13 km) bei 4,55 € als teuer empfinden,
...Die Umleitungen (bei Baustellen oder Straßenvollsperrungen) für Busfahrgäste nach Gießen "hintenrum über Grünberg" als willkommene Abwechslung und gern angenommene Sight-Seeing-Tour durch Oberhessen verbinden,
...Vier Gutachten für die Lumdatalbahn-Reaktivierung nicht genug sind.

...Dann trösten Sie sich ganz entspannt damit, dass die Vertreter in den unterschiedlichsten Parlamenten zusätzlich noch völlig andere Prioritäten beim Stichwort ÖPNV in ihren Köpfen haben!

In Kopie:
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DONNERSTAG, 15. JANUAR 2015

RHEIN-MAIN ZEITUNG

Neue Lasten für die Kommunen

Von Hans Riebsamen

Berlin rühmt sich sozialer Wohltaten. Den Nahverkehr lässt die Regierung ungerührt verrotten.

Den Letzten beißen die Hunde. Und dieser Letzte wird der Fahrgast sein. Der Pendler etwa, der aus der Wetterau zur Arbeit nach Frankfurt fährt. Die Flughafenbeschäftigte, die in aller Hergottsfrühe am Schalter sein muss. Die Oma, die mit dem Bus zu ihrer Freundin fahren möchte. Kann der Rhein-Main-Verkehrsverbund wegen Geldmangel nicht mehr so viele Busse und Bahnen fahren lassen wie heute, trifft das die gesamte Bevölkerung.

Das gilt auch für die Autofahrer. Die kommen heute nur deshalb im Berufsverkehr einigermaßen durch, weil viele andere im Zug fahren. Die Industrie- und Handelskammern wissen genau, warum sie auf einen guten Nahverkehr pochen. Denn Wohl und Wehe der Wirtschaft hängt davon ab, dass der Verkehr fließt und nicht stockt.

In einem Monat müssen die Vertreter der Kommunen und Kreise im Aufsichtsrat des RMV entscheiden, ob 2016 weniger Busse und Bahnen fahren. Niemand spricht sich für Kürzungen aus. Im Gegenteil: Stadtoberhäupter und Landräte wissen, dass Rhein-Main von seiner Verkehrsinfrastruktur lebt und dass es mit der Prosperität des Ballungsraumes schnell vorbei sein könnte, wenn der öffentliche Nahverkehr in einen Abwärtsstrudel gerät und der Verkehr im Stau erstickt.

Doch Frankfurts Oberbürgermeister und seine Kollegen könnten auch mit Blick auf die Verkehrsfinanzierung zu den sprichwörtlich Letzten gehören, die von den Hunden gebissen werden. Denn sie können das Geld nicht aus dem Hut zaubern. Über das verfügen jene, die in Berlin das Sagen haben. Deren unausgesprochenes Ziel ist es aber, sich aus der Finanzierung des Regionalverkehrs zurückzuziehen. Die Lasten sollen die Länder und die Gemeinden tragen, während sich der Bundesfinanzminister einer schwarzen Null und die Regierungsparteien sozialer Wohltaten rühmen können. Den Nahverkehr und auch die Infrastruktur lassen sie dabei ungerührt verrotten.

Warum gibt es gegen eine solch verantwortungslose Politik keine Massenproteste? Warum drohen die Ministerpräsidenten den Regierenden in Berlin keine Konsequenzen an? Wahrscheinlich beginnt die große Aufregung erst, wenn es zu spät ist.

Der Schwarze Peter liegt jetzt bei den Kommunen, die über Kürzungen im Nahverkehr entscheiden müssen. Man möchte nicht in der Haut der Stadtoberhäupter stecken. Sie und nicht die wahren Verantwortlichen werden vom Wähler für mögliche Einschnitte bestraft werden. Berlin weiß das, es gehört zum zynischen Kalkül.

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Kopieende (leider nicht verlinkbar)

geschrieben am 17.06.2015 15:00

Im Mittelrheinforum wurden wieder ein paar Bildmotive des Güterverkehrs bis Mainzlar/Didierwerke festgehalten, die ein Bildautor im zurückliegenden Sommer 2014 geschossen hat

Bitte im Liegestuhl zurücklehnen, einen coolen Drink griffbereit halten und im Hintergrund ein Lied von den Eagles namens "Hotel California" laufen lassen :-)

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http://phpbb.hunsrueckquerbahn.de/phpBB3/viewtopic.php?f=68&t=48108


Foto: Klaus aus FG / Quelle: Mittelrheinforum

Foto: Klaus aus FG
Quelle: Mittelrheinforum

geschrieben am 17.06.2015 13:24

Für den Tourismusverkehr auf der Schiene existieren geflügelte Redewendungen: "Für 1 Std. Fahrt mit einer alten Dampflok und angehängtem Wagenzug benötigt diese mindestens 20 Std. Vorbereitung und Reparaturen" ...Ähnliches gilt für "1 Stunde Schienenbus-Einsatz", dann auch rund 10 Stunden Waggon-, Reinigungs- und Motorenpflege".

Doch was macht eigentlich eine Eisenbahn-Gesellschaft, wie die Lumdatalbahn im Sommer, zu einer Zeit also, ohne Sitzungen, Podiumsdiskussionen, Sonderfahrten oder Arbeit im Internet?

Schließlich ist das Gleis ab Mainzlar seit 01.April 1991 formell für den Gesamtverkehr gesperrt.
...Kollektives Däumchendrehen des gesamten Vereins ?

Falsch! Es gibt viel zu tun!
Wir hatten es sogar schon soweit gebracht, wonach Dritte optisch von einem betriebsfähigen Gleiskörper ausgingen.

Was liegt an?

  • 9,4 km Streckenpflege, genauer Vegetationspflege
  • 18 Bahnübergänge im betreiberlosen Korridor sollten bepflegt werden (nur sechs wurden in 2015 bisher bepflegt)
  • Unterschiedlichste Vorbereitungen für den nächsten Fahrtag
  • Ca. 25 Andreaskreuze sind aufzuarbeiten (Bleche gerade richten, entlacken, grundieren, lackieren, bekleben), desgleichen mit Schutzbügeln

Stationsschilder für Daubringen und Mainzlar warten auch auf ihre Montage, ebenso weitere andere Schilder.
Und schließlich kümmern wir uns sogar um Blumenkastenhalterungen, (siehe Bilder) weil das Auge der Fahrgäste sich am Blumenschmuck an den Stationen erfreut. Die Zeitschrift -Im Blick- der ev. Kirchengemeinde Lollar betitelt ihre aktuelle Ausgabe auch "Im Sommer öffnet uns Gott seinen herrlichen Garten" (im Bild sind dann leuchtende blühende rote Blumen zu sehen)... Damit wird dann auch jener Pflegezustand für den Fahrtag hergestellt, die Fahrgäste in den 1970er Jahren an den Zwischenstationen gewohnt waren. Blümenkübel inklusive.

Das Undankbare aber ist, wir mühen uns in der Grünpflege im Gleis ab, beugen möglichst der Verlandung des Schotterbettes vor, und die Natur holt sich binnen kurzer Zeit diese Mannleistungen wieder zurück. Oder es finden illegale Verfüllungen mit Erdreich im Entwässerungegraben oder Schotter durch Dritte statt....und ohne Gegenleistung im Sinne einer Befahrung bis Treis oder Allendorf.
(in den Regelwerken der Eisenbahn gelten Befahrungen von Gleisen mit unterschiedlichsten Schienenfahrzeugen von Verkehrsbetrieben, also die Trassennutzung als Masstab für Infrastrukturbetriebe um Erlöse erzielen zu können = Mautsystem).


geschrieben am 17.06.2015 13:03

...würden wir ehrlich gesagt viel lieber kommunizieren wollen ;-)

Zum huldigen dient hilfsweise eine andere, neue Tafel, die hier einsehbar ist (Seite öffnet sich im neuen Fenster):
http://phpbb.hunsrueckquerbahn.de/phpBB3/viewtopic.php…

Zur Lumdatalbahn gibt es, beim genaueren hinsehen, zahlreiche Ereignistage:

  • 01. August 1896 Eröffnung Teilstück Grünberg - Londorf
  • 01. Juni 1902 Eröffnung Teilstück Londorf - Lollar
  • 25. Mai 1963 Einstellung des SPNV zwischen Grünberg und Londorf
  • 01. April 1991 die formale Stillegung für Londorf - Mainzlar trat in Kraft.
  • Mai 2002 eine Reaktivierung "unter rollendem Rad" für den Teilabschnitt zwischen Lollar und Mainzlar durch Übergang der Infrastrukturverantwortung

Seit der Bahnreform in 1994 sind bundesweit auch wieder etliche Bahnlinien wieder in Betrieb genommen worden.

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