Lumdatalbahnverein vernetzt Freizeit- und Verkehrsangebote

Tourismus bedeutet mehr als die jährliche Urlaubsfahrt ans Meer, der Städtetrip nach Berlin oder die Tagesfahrt an die Mosel. Freizeitverkehr ist auch die Biketour nach Feierabend, die Verabredung zur gemeinsamen Wanderung, der Pferdeausritt der Enkelin oder die Skatertour des Enkels. Alles Aktivitäten, zu denen es keine große Kulisse braucht, dafür aber engagierte Städte und Gemeinden, die eine gute Infrastruktur bereitstellen und wagemutige Unternehmer oder Vereine – eben bürgerliches Engagement im klassischen Sinn.
Der Verein Lumdatalbahn nimmt sich seit Jahren der Frage einer guten Verkehrserschließung im Lumdatal an. Denn all die Freizeitaktivitäten verursachen Verkehr – und den gilt es nachhaltig zu gestalten. Das Auto allein ist schon lange nicht mehr die Antwort auf alle Fragen rund um die Mobilität.
Wie die Kombination der unterschiedlichen Fortbewegungsarten gelingen kann, was es überhaupt in der Region miteinander zu vernetzen gibt, darum ging es bei einer Informationsveranstaltung mit dem Titel „Kleines Tal – Großes Kino“ am 28.09.2018 in Rabenau-Londorf. Eine Referentin und zwei Referenten berichten aus ihrem Arbeitsfeld und standen für Fragen zur Verfügung.
Achim Girsig, Geschäftsführer des Lahn-Tourismus-Verbandes, beschäftigte sich mit der Einbindung des Öffentlichen Personennahverkehrs und ging auf aktuelle Entwicklungen ein. Entlang der Lahn spielt die Bahn als Transportmittel im Freizeitverkehr schon seit längerem eine besondere Rolle. Kirsten Steimel, Geschäftsführerin des Vereins regioTrend, ging der Frage nach, welche touristischen Schätze es im nördlichen Landkreis Gießen zu bewahren oder zu heben gilt. Über den Status quo und die Entwicklungstrends aus demografischer Sicht konnte Dr. Julian Neubert, Demografiebeauftragter des Landkreises Gießen, berichten. Er stellte die Ergebnisse des aktuellen Demografieatlasses vor.“

Präsentationen zum herunterladen:

Lumdatalbahn – die präzise Planung ermöglicht eine sachliche Diskussion

Die Diskussion um die Reaktivierung der Lumdatalbahn hat deutlich an Dynamik gewonnen. Die vorgesehene Kombination aus Bahn- und Busbedienung mit dem Verzicht auf einen Begegnungsbahnhof lässt die Kosten sinken. Damit steigt das absehbare Verhältnis von Nutzen und Kosten deutlich über eins und die Maßnahme wird prinzipiell förderfähig. „Nicht mehr und nicht weniger wurde bis jetzt von den Gutachtern festgestellt“ sagt Manfred Lotz, Vorsitzender des Vereins Lumdatalbahn e. V.. Und weiter: „Außerdem wurde ein Szenario mit einem Bahnfahrplan im Stundentakt und ergänzenden Buslinien erstellt, die auch künftig eine lokale Erschließung mit dem Bus erlauben.“ 

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Jahresrückblick 2017

Die Entwicklung an der Lumdatalbahn und im Verein Lumdatalbahn e. V. 2017 – ein Jahresrückblick  

Im Jahr 2017 hat es die Lumdatalbahn in die breite öffentliche und politische Diskussion geschafft. Mehrere Parlamentsbeschlüsse mit dem Ziel, die Reaktivierung voranzubringen, wurden getätigt. Der Verein Lumdatalbahn war, was den wichtigen öffentlichen Diskussionsprozess anbelangt, sicher wieder der „Motor“ der Entwicklung. Noch mehr Öffentlichkeitsarbeit, noch mehr Gespräche mit Entscheidungsträgern waren von dem langsam wachsenden, aber immer noch überschaubaren Aktiven-Team nicht zu schaffen. So konnte das zweite selbst gesteckte Ziel des Vereins, nämlich der Substanzerhalt an der Strecke mittels ehrenamtlicher Arbeit und – im günstigsten Fall – die baldige Wiederinbetriebnahme für den Gelegenheitsverkehr, trotz intensiver Bemühungen noch nicht umgesetzt werden.

Der Verein ist im Jahr 2017 auf 66 Mitglieder (+ 13) gewachsen und wird seit der Jahreshauptversammlung am 19.01.2017 in Lollar von Manfred Lotz aus Allendorf (Lumda) geführt. Für die beliebten und für die öffentliche Wahrnehmung wichtigen Sonderfahrten wurde eine Arbeitsgruppe gegründet.

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Rollender Infotag mit Pendelfahrten am 17. Dezember

Informieren – Entdecken – Mitfahren!
Weihnachtliches Weichenstellen mit der Lumdatalbahn. Pendelfahrten kostenlos.

Ein ereignisreiches Jahr liegt (fast) hinter uns. Unser Verein Lumdalbahn war mit eurer Hilfe so aktiv wie noch nie in seiner Geschichte. Wir haben zwei große und viel beachtete Sonderfahrten aus dem Lumdatal heraus mit den Zielen Korbach und Bad Nauheim angeboten, wir haben dem Jubiläum „120 Jahre Lumdatalbahn“ einen würdigen Rahmen gegeben, wir haben viele, viele Gespräche geführt und auch am Erhalt der Strecke wurde weiter gearbeitet. Dies soll aber noch keine Jahresbilanz sein (die kommt Anfang des Jahres 2017), vielmehr erlauben wir uns, euch nochmals um Unterstützung und Teilnahme an einer Veranstaltung zu bitten.

Wir wollen wieder einmal ganz deutlich zeigen, dass sehr viele Menschen im Lumdatal ihre Bahn wieder in Betrieb sehen wollen. Dazu wollen wir symbolisch eine Weiche in die richtige Richtung stellen.

Gleichzeitig wollen wir die Lumdatalbahn noch einmal erfahrbar machen, denn mit dem Weggang des Güterkunden RHI (Didier) droht eine längere Betriebspause. Die Hessische Landesbahn (HLB Basis) hat in offensichtlichem Einvernehmen mit der Stadt Staufenberg und der Deutschen Bahn die Entbindung von der Betriebspflicht für den Streckenabschnitt Lollar – Staufenberg-Mainzlar beantragt.

Sonderfahrten werden ab Anfang 2017 bis zum Zustandekommen einer dauerhaften Trassensicherung und der Wiederherstellung des betriebsfähigen Zustandes aller Voraussicht nach nicht mehr möglich sein!

Darüber und über die Chancen, die unsere Lumdatalbahn dennoch hat, wollen wir am 17.12. ausführlich informieren.

Es wartet also ein ereignisreicher Samstag auf euch, so bunt wie der Lichterbaum am Weihnachtsfest, zu dem wir euch jetzt schon das Allerbeste wünschen.


P R O G R A M M 17.12.2016

(Fahrplan und Programm nachfolgend)

Mainzlar 13:00 Uhr
14:00 Uhr 15:00 Uhr
Daubringen 13:04 Uhr 14:04 Uhr 15:04 Uhr
Lollar 13:10 Uhr 14:10 Uhr 15:10 Uhr
Lollar 13:40 Uhr 14:40 Uhr 15:40 Uhr
Daubringen 13:48 Uhr 14:48 Uhr 15:48 Uhr
Mainzlar 13:52  Uhr 14:52 Uhr 15:52 Uhr

Unser Mitglied (Santa)Klaus Zecher wird uns am Zielbahnhof nach der ersten Fahrt um 13:00 Uhr sowie nach der zweiten Fahrt um 14:00 Uhr durch seinen Bahnhof führen, und es wird ein Hauch von Weihnacht durch die Gemäuer, über die Geleise und durch den Triebwagen wehen…

Nach der Ankunft um 15:52 Uhr wird dann der Triebwagen als vorerst letzte Eisenbahn im Lumdatal verabschiedet.

Wir freuen uns auf eure Teilnahme am Weihnachtlichen Weichenstellen.

Gemeinsam holen wir neuen Schwung für das Jahr 2017.