Deutsche Bahn hat sich bereit erklärt, Lumdatalbahn zum Zweck der Reaktivierung an die Hessische Landesbahn (HLB) zu verkaufen

Für eine Wiederaufnahme des Schienengüterverkehrs zum RHI Magnesita-Werk in Mainzlar ist ein bedeutendes Hindernis aus dem Weg geräumt: Die Deutsche Bahn hat sich bereit erklärt, die drei Kilometer lange Strecke zum Zweck der Reaktivierung an die Hessische Landesbahn (HLB) zu verkaufen, wie Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Mittwoch mitteilte: „Das ist ein Durchbruch für die Standortsicherung des Werkes Mainzlar. Gleichzeitig bringt dies die Bemühungen um eine Reaktivierung der Lumdatalbahn für den Personenverkehr einen großen Schritt voran“, erklärte der Minister.

Die RHI Magnesita Deutschland AG hatte den Erhalt des Standorts von einer Wiederherstellung der Schienenanbindung über die derzeit stillliegende Lumdatalbahn zwischen Lollar und Mainzlar abhängig gemacht. Mit der Abgabe an die landeseigene HLB steht nun eine Betreiberin zur Verfügung.

Dies hat auch Auswirkungen auf die laufenden Planungen, den Personenverkehr auf der Lumdatalstrecke von Lollar bis Lohndorf wiederaufzunehmen. „Dass der Abschnitt bis Mainzlar auch zum Güterverkehr dienen wird, erhöht den Nutzen dieses Projekts und damit die Realisierungschancen“, erläuterte Al-Wazir.

„Ich freue mich, dass unsere intensiven Gespräche zu einem guten Ergebnis geführt haben“, sagte der Minister. Die HLB, das Land, der Landkreis Gießen, die Stadt Staufenberg und die RHI Magnesita werden nun zeitnah eine Vereinbarung abschließen und darin die Finanzierungsfragen regeln.

Quelle: Pressemitteilung des Hessischen Wirtschaftsministeriums


Dazu ergeben sich bereits erste Pressestimmen:

Gießener Allgemeine Zeitung: Streckenrenovierung in Mainzlar kommt: RHI-Werk gerettet?

Gießener Anzeiger: Landesbahn soll Strecke übernehmen

Sonderverkehr mit einem Postbus zum Nikelsmarkt 2022

St. Moritz – Davos – Allertshausen – Climbach – Nordeck – Winnen
Dem Schweizer Postbus ist kein Weg zu steil, Verein Lumdatalbahn e.V. chartert Bus-Klassiker zum Nikelsmarkt
Zum Nikelsmarkt am 30.10.2022 bietet der Verein Lumdatalbahn e.V. erstmals einen Sonderverkehr an. Vormittags und ab dem frühen Nachmittag gibt es einen Rundverkehr im Stundentakt durch die vier oberhalb des Lumdatals gelegenen Orte.

Der „Youngtimer“ Schweizer Postbus des Herstellers NAW von Omnibus-Historik Königstein passt hervorragend zu den „Bergdörfern“, wie sie im Lumdatal gerne genannt werden. NAW steht für „Nutzfahrzeuggesellschaft Arbon & Wetzikon“. Die Fahrzeugproduktion für den schweizerischen Markt lief zwischen 1982 und 2002. Die Busse waren auch auf den großen Alpenpässen zu Hause.
Der Verein will mit dem Sonderverkehr nicht nur einen „Klassiker“ für einen Tag nach Mittelhessen holen, sondern auch zeigen, dass komfortable Busse im Takt zur Bahn nach Allendorf/Lumda fahren können. In der Diskussion vor Ort erleben die Vereinsmitglieder nämlich häufig den Einwand, die abseits von der Bahn gelegenen Stadtteile hätten doch gar nichts von einer reaktivierten Lumdatalbahn.
Zum Nikelsmarkt bringt der Bus die Gäste mitten herein ins Marktgeschehen.

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Hoffnungen auf die neuen Förderrichtlinien!

Liebe Freundinnen und Freunde der Lumdatalbahn, liebe Mitglieder,

seit dem 1.7.2022 sind die lange erwarteten neuen Richtlinien für Standardisierte Bewertungverfahren zur Erlangung von Investitionszuschüssen nach dem Gemeindeverkehrs – Finanzierungsgesetz endlich veröffentlicht und auch gleich in Kraft getreten.
Wir hoffen natürlich, dass wir uns mit diesem sperrigen Begriff nicht mehr allzu lange auseinander setzen müssen, sondern schon bald in einen chicen neuen Zug der Hessischen Landesbahn nach Rabenau – Londorf steigen können.
Ob das wirklich so kommt, darüber haben wir kürzlich mit der zuständigen Referatsleiterin im hessischen Wirtschaftsministerium gesprochen. Sie hat uns versichert, dass mit Hochdruck daran gearbeitet wird, den Nutzen der Lumdatalbahn anhand der aktuellen Kriterien erneut nachzuweisen.
Der Klimaschutz wird dabei eine große Rolle spielen, denn der Nutzen einer Tonne eingesparten Kohlendioxids wird heute deutlich höher bewertet als in der Vergangenheit. Die sehr realistische Chance auf Güterverkehr macht das Antragsverfahren zwar komplexer, dürfte der Gesamtkalkulation aber eher nutzen.
Warum überhaupt die Neukalkulation, nachdem die Lumdatalbahn 2017 schon einmal einen positiven Nutzen- Kostenfaktor erzielte? Da spielt zum einen die immense Preissteigerung eine Rolle, der sich zur Zeit kein Bauprojekt entziehen kann. Zum zweiten gibt es mittlerweile das Projekt „Deutschlandtakt“ mit Fahrplan – Vorgaben für das ganze Land. Damit die Lumdatalbahn in dieses System passt, soll sie mit einem Begegnungsbahnhof ausgestattet werden, der in der ersten Kalkulation nicht enthalten war.
Bleiben Sie optimistisch. Wir sind es auch.

Neue „Standardisierte Bewertung“ – ganz grünes Licht für die Lumdatalbahn

Liebe Mitglieder, liebe Freundinnen und Freunde der Lumdatalbahn,

vom Bundesverkehrsministerium wurde am 28.06.2022 endlich die lange erwartete Überarbeitung der Kriterien für Standardisierte Bewertungsverfahren bei Nutzen-Kosten-Untersuchungen zu Förderprojekten nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz veröffentlicht. Diese zu bewerten und auf die Lumdatalbahn anzuwenden müssen wir den Fachkräften im Planungswesen überlassen. Allgemein wird jedoch von den neuen Richtlinien eine Erleichterung von Investitionen in den Schienenverkehr, gerade auch im ländlichen Raum, erwartet.

Aus Richtung des Bundesverkehrsministeriums gilt jetzt für die Lumdatalbahn der Satz: „Grüner wird’s nicht“.

Jetzt sind wieder unsere Akteurinnen und Akteure beim Land Hessen, beim Landkreis Gießen und beim Rhein-Main-Verkehrsverbund am Zuge. Die Planungen für die Neue Lumdatalbahn können und müssen umgehend vorangebracht werden!

Der Bedarf für neuen Güterverkehr am RHI-Werk in Staufenberg-Mainzlar bietet die Chance auf eine noch positivere Gesamtrechnung pro Lumdatalbahn. Der Planungsprozess wird aber auch ein Stück weit komplexer, denn der Güterverkehr benötigt eigene Weichen und Signalanlagen.

Legen Sie los, liebe Planende, liebe politisch Verantwortliche. Sie wissen ja – Eine gute Idee braucht einen langen Atem.

Ihr Vorstand Verein Lumdatalbahn e. V.

Rückblick auf den 6. Bahn-Erlebnis-Tag

Unsere Sonderfahrt ging mit 160 Fahrgästen bei „Kaiserwetter“ nach Miltenberg und Amorbach. Es konnte nach Herzenslust ein Stadtbummel, eine Schifffahrt, ein Eisbecher und vieles mehr oder aber in Amorbach das DB-Museum mit altem Stellwerk und den Nostalgiezug von Udo Lindenberg der Westfrankenbahn bestaunt werden. Das DB-Team hat sich sehr viel Mühe für die angekündigten Gäste gemacht. Der Bürgermeister Peter Schmitt begrüßte am Bahnhof beim Eintreffen die Museumsbesuchen, der diesen auch das Engagement der Kommunen beim Erhalt der Strecke Miltenberg-Amorbach-Walldürn hervorhob. Die Westfrankenbahn könnte Vorbild für die Lumdatalbahn und die Region Westfranken für das Lumdatal als Vorbild dienen. Wir entschuldigten die eingeladenen Bürgermeister aus dem Lumdatal und merkten an, dass, wenn Kommunen so zusammenarbeiten wie dort, der Erfolg auch sichtbar wird. Vielen Dank allen Beteiligten, die zum Gelingen des 6. Bahn-Erlebnis-Tages beigetragen haben und besonders Oliver Kurzendörfer und Team vom DB-Museum Amorbach.
Bilder: Kerstin Lotz und Stefan Sitzmann

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Lumdatalbahn bezieht Stellung

Liebe Freundinnen und Freunde der Lumdatalbahn,

die Bewegung pro Lumdatalbahn ist vielfältig und wird bei weitem nicht nur von unserem Verein getragen. „Und das ist auch gut so“, wie es ein ehemals in Berlin regierender Bürgermeister einmal treffend formulierte. Verkehrsverbände, Parteien und engagierte Einzelpersonen kämpfen für unsere Strecke. Das sehen wir ausgesprochen positiv.

Ein Problem besteht nur, wenn kleine Teile dieser Bewegung sich für ihre private Öffentlichkeitsarbeit Logos, Mailadressen und ähnliches zulegen, welche stark an unseren Verein erinnern, die aber nicht im Namen unseres Vereins sprechen.

Konkret geht es um einen Menschen, dessen Fleiß und Ausdauer pro Lumdatalbahn wir eigentlich schätzen, der aber schon länger aus eigenem Entschluss heraus aus dem Verein ausgetreten ist.

Wir könnten nun einiges an Zeit dafür nutzen, die Verwendung unseres „Layouts“ auf juristischem Wege schützen zu lassen. Dafür müssten wir auch einen nicht unerheblichen Geldbetrag einkalkulieren. Geld aus Mitgliedsbeiträgen und Spendengelder. Genau das wollen wir aber nicht.

Apropos Geld – in den Verlautbarungen, die nicht von unserem Verein kommen, wird immer mal wieder behauptet, der heutige Vorstand des Vereins Lumdatalbahn habe sich gegen die Gründung eines eigenen Eisenbahn-Infrastrukturunternehmens gestemmt und die Reaktivierung damit gebremst. Das stimmt so hinten und vorne nicht. Einen Bahnbetrieb gründet man nicht „mal eben so“. Vielmehr sind hohe rechtliche und vor allem finanzielle Hürden an einen solchen Antrag gestellt. Hürden, die wir als lokaler Verein mit überschaubarer Größe nicht überwinden können. Wer diesen Weg gehen möchte, den unterstützen wir gerne. Aus eigener finanzieller Kraft heraus können wir es aber nicht. Es ist auch nicht unbedingt notwendig, denn am Markt der privatisierten Eisenbahn gibt es eigentlich genügend Unternehmen, die sich um die Entwicklung von Bahnstrecken kümmern können. Entscheidend ist die Unterstützung durch die Politik und durch die Menschen vor Ort.

Also – nicht alle Informationen, die Sie möglicherweise erreichen und die auf den ersten Blick von unserem Verein stammen, sind auch wirklich von uns. Im Zweifelsfall schauen Sie parallel nach unter www.lumdatalbahn.de. Oder nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Wir informieren gerne. Sachlich, unaufgeregt, freundlich im Umgang miteinander. Das ist unser Stil.

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