Lumdatalbahn gibt großes Radiointerview

Unser Verein Lumdatalbahn e. V. gab vor kurzem ein Radiointerview. Eingeladen hat Moderator und Podcaster Gregor Atzbach der zum einen diverse Podcasts produziert und verbreitet sowie einige Radiosendungen moderiert. Eins seiner Formate richtet sich an Eisenbahninteressierte, die Sendung/der Podcast heißt „Langsamfahrt – das Magazin rund um die Eisenbahn„. Im Rahmen von „Langsamfahrt“ waren Manfred Lotz und Friedrich Lang im Studio zu Gast. Entstanden ist ein Interview zu den Themen:

  • Wie reaktiviert man eine Bahnstrecke?
  • Der Fortschritt mit der Reaktivierung der Lumdatalbahn
  • Wie funktioniert eigentlich ÖPNV?
  • Was kann man am ÖPNV verbessern?

Das Interview ist in gekürzter Form in der aktuellen Ausgabe der Sendung Langsamfahrt enthalten.

Da das Gespräch knapp eine Stunde gedauert hat gibt es diese als seperaten Podcast zum herunterladen und anhören.

Der Podcast „Langsamfahrt“ erscheint alle zwei Monate und berichtet über interessante und aktuelle Themen rund um die Eisenbahn. Über die Webseite langsamfahrt.de kann man diesen Podcast kostenlos abonnieren und anhören.

 

Manfred Lotz und Friedrich Lang im Studio

RTL vor Ort beim Verein Lumdatalbahn

Liebe Vereinsmitglieder, liebe Unterstützer und Interessierten,

am Freitagmittag wunderten sich so manche Bürger, die in Allendorf (Lumda) am Spielplatz an der Bahnhofstraße vorbei gingen. Ein Kamerateam des Privatsenders RTL-Hessen schwenkte zu Beginn ihre Kamera vom ehemaligen Standort der Container, die als Flüchtlingsunterkünfte dienten, über eine Staffelei mit einem Bild „Visionen einer gemeinsamen Haltestelle für Bus und Bahn“ hinüber zum ehemaligen Bahnhofsgebäude. Dazu erklärte der Vorsitzende des Vereins Lumdatalbahn e. V., Manfred Lotz im Beisein der Landrätin Anita Schneider der Redakteurin Lucia Vossbeck-Elsebusch, warum dieser Standort für einen Park & Ride-Platz für den ÖPNV so wichtig ist und diesen dafür auch vorzuhalten.

Aber der Reihe nach. Warum interessiert sich ein Fernsehsender für die Lumdatalbahn und macht gerade hier Halt für Drehaufnahmen?

Aus Presseberichten der heimischen Tageszeitungen und aus einer Pressemitteilung des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) Landesverband Niedersachsen war die Süddeutsche Zeitung auf die Reaktivierungsmaßnahmen in Hessen aufmerksam geworden und hatten darüber berichtet. Das wiederum interessierte den Privatsender RTL, der den Hessischen Staatsminister Tarek Al-Wazir dazu interviewte und sich den Verein Lumdatalbahn aussuchte, um vor Ort zu berichten. Für das Fernsehteam gab es zahlreiche Informationen von der Landrätin Anita Schneider zum Stand der Reaktivierung der beiden Strecken im Landkreis Gießen. Neben der Lumdatalbahn steht nicht nur die Horlofftalbahn an, sondern auch die Aartalbahn, über die mitberichtet werden. Vorsitzender Lotz und seine Ehefrau Kerstin Lotz berichteten über die Streckenpflege und mussten für die Filmaufnahmen „herhalten“. Dazu gehörte noch ein Streckenpflegeteam mit Lennard Alswede, welches an diesem Tag weitere Pflegemaßnahmen am Bahnhofsgelände durchführten. Aus eine Stunde, die vorgesehen war, wurden über drei Stunden Drehaufnahmen. Als kleines Dankeschön für die Unterstützung durfte Kerstin Lotz abschließend oberhalb des Naturschutzgebietes in Richtung Londorf deren eingesetzte Drohne steuern, um den Streckenverlauf nach Londorf in der vorgegebenen Entfernung zu dokumentieren. Der Beitrag wird auf RTL-Hessen um 18.00 Uhr ausgestrahlt. Wann RTL den Bericht sendet, wird in den Tageszeitungen und auf https://www.facebook.com/LB.Verein/ veröffentlicht. Über die Mediathek von RTL ebenfalls nachträglich abrufbar.

Vielen Dank allen Beteiligten und Helfern! Ihr seid klasse!

Freundliche Grüße

Ihr

Vorstand LB e. V.

Bericht über den Neujahrsempfang des LB e.V.

„Lum-da-tal-bahn“ erklang es fröhlich und mehrstimmig von der Leinwand. Mit dieser Aufnahme einer Jugendgruppe vor dem Mailänder Bahnhof eröffnete der Vorsitzende Manfred Lotz den Neujahrsempfang des Lumdatalbahnvereins in Allendorf. Nach der Begrüßung der rund 50 Gäste erläuterte er kurz die Arbeit und Vorgehensweise des Vereins, der sich seit vielen Jahren um die Reaktivierung der Bahnstrecke zwischen Londorf und Lollar bemüht.

Wie lange diese Bemühungen zurückreichen, fast 4 Jahrzehnte, und dass viele Menschen in und um Gießen herum sich damals dafür interessiert und Aktien der Lumdatalbahn AG gekauft hatten, damit begann Landrätin Anita Schneider ihr Grußwort. Sie selbst hat Aktien von ihrem Schwiegervater geerbt, und, so meinte sie, er würde sich freuen, wüsste er, dass wir inzwischen ein gutes Stück auf dem Weg zur Reaktivierung vorangekommen sind, auch wenn AG und Aktien inzwischen Geschichte sind.

Sie hob hervor, wie wichtig der öffentliche Nahverkehr für die Entwicklung des ländlichen Raumes ist. Die Menschen, die außerhalb der Stadt wohnten, wollten den öffentlichen Verkehr benutzen, aber der Weg zur Arbeit dürfe, wie man in verschiedenen Untersuchungen herausgefunden habe, nicht länger als rund 30 Minuten dauern. Das kann im Lumdatal nur der Zug erreichen!

Sie dankte dem Verein für seine intensive Informationsarbeit und dafür, dass die Mitglieder in vielen öffentlichen Veranstaltungen politischer Gremien Präsenz gezeigt und ihr damit den Rücken gestärkt haben. Denn Politiker arbeiten für die Menschen, aber sie brauchen auch immer deren Bestätigung und Rückhalt. Sie ermunterte den Verein, sich weiter für die Reaktivierung stark zu machen, denn noch sind nicht alle Hürden genommen. 

Der Bürgermeister von Allendorf, Thomas Benz, gab in seiner kurzen Ansprache der Hoffnung Ausdruck, dass er 2022/23 gemeinsam mit der Landrätin das rote Band durchschneiden werde, wenn der Zug das erste Mal fährt. Das hörten die Vereinsmitglieder gerne.

Dann kam die Überraschung: Der Verein hatte seine Veranstaltung  „Zwischenbilanz“ genannt, weil im letzten Jahr wichtige Entscheidungen gefallen waren: Die Nutzen-Kosten-Untersuchung hatte den notwendigen Wert errechnet, das Verkehrsministerium hat seine Zustimmung zum Beginn der Planung und damit auch zur erheblichen Mitfinanzierung signalisiert und der Kreistag hat sich einstimmig für die Planung ausgesprochen. Dass es da an vielen Stellen noch ein kleines Aber gibt, hat die Freude über das Erreichte nur wenig getrübt.

Und dieser Freude hat der Verein einen sichtbaren Ausdruck verliehen und eine Broschüre erstellt, die nicht nur das Vergangene aufzeigt, sondern die auch Aussichten auf die Zukunft eröffnet. Bilder von den verschiedenen Veranstaltungen und den Sonderfahrten, vom Freischneiden der Strecke und sogar von einem akkubetriebenen Zug, der schon vor 40 Jahren im Lumdatal verkehrte, zeugen von der vielfältigen Arbeit des Vereins. Die Vorworte der Landrätin und des hessischen Verkehrsministers Tarek Al-Wazir belegen, dass die Arbeit des Lumdatalbahnvereins inzwischen auch an höchster Stelle in das Bewusstsein der politisch Verantwortlichen Eingang und Anerkennung gefunden hat. Einige, extra gebundene Exemplare wurden überreicht, eines davon an die Landrätin Anita Schneider als Dank für ihren großen Einsatz in den vergangenen Jahren. 

Dann bekam jeder der Gäste auch eine Broschüre, bevor man sich bei einem leckeren Imbiss und einem Gläschen Sekt ausführlich über die Reaktivierung und weitere Fragen des öffentlichen Nahverkehrs austauschen konnte. 

Neujahrsempfang 2019

„Einladung                                                                              

Sehr geehrte und liebe Freunde, Förderer, Weggefährten der Lumdatalbahn, liebe Vereinsmitglieder,

das vergangene Jahr war ein Wendepunkt in unseren Bemühungen um die Reaktivierung der Lumdatalbahn und in diesem Jahr fängt eine neue Ära an. Deshalb wollen wir eine Zwischenbilanz ziehen, und das wollen wir etwas festlich begehen. Wenn auch das Jahr nicht mehr ganz so neu ist, laden wir Sie daher herzlich zu unserem

Neujahrsempfang

am Samstag, den 23. Februar 2019 um 11.00 Uhr in 35469 Allendorf (Lumda), Marktstraße 2, Reuning‘s „Halle der Kunst“ ein.

Bei einem Glas Sekt und kleinem Imbiss wollen wir allen eine kleine Überraschung präsentieren und hoffen, dass möglichst viele Gäste kommen.

Der Verein Lumdatalbahn e. V. freut sich auf Ihre Teilnahme!

Herzliche Grüße

Ihr

Vorstand

Verein Lumdatalbahn e. V.“

„Neue Ansätze für Reaktivierungen von Bahnstrecken im ländlichen Raum“

Verkehrsclub Deutschland, der ökologische Verkehrsclub, zu Reaktivierungen

Fünf Vorstandsmitglieder des Vereins Lumdatalbahn e. V., Manfred Lotz (Vorsitzender LB), Christa Becker, Malte Eiff, Kerstin Lotz und Alexandra Hamel-Bahr, waren einer Einladung des VCD Landesverbandes Niedersachsen e. V. am Samstag nach Hannover gefolgt.

Landesverbandsvorsitzender (VCD) Hans-Christian Friedrichs begrüßte unter anderem auch die VCD-Bundesvorsitzende Kerstin Haarmann. Durch das Programm führte Dr. Wolfgang Konukewitz, VCD-Landesvorstand.

Dr. Konukewitz stellte die Hessen vor. Ein Satz der Landrätin in einer Gießener Tageszeitung vom Januar 2017 war für die Einladung entscheidend gewesen ist. Das andere Standards im Bewertungsverfahren für kleinere Strecken im ländlichen Raum angewendet werden. In Niedersachsen wurden 80 Strecken untersucht, die man reaktivieren könnte. Zwei davon sind in die engere Auswahl gekommen. In Hessen sind es drei, die Lumdatalbahn, die Horlofftalbahn und die Aartalbahn, die jetzt im Koalitionsvertrag der Landesregierung verankert wurden.

Nun waren die zahlreichen Vertretern aus Niedersachsen und auch aus den anderen Bundesländern vertretenden Initiativen, Vereine oder Verbänden gespannt, wie das Bewertungsverfahren in Hessen verändert wurde, weil das Land Niedersachsen die Entscheidung aus Hessen abwarten wollte, um neue Kriterien in die NKU einfließen zu lassen. Darüber referierten Lotz, Becker und Eiff. Gleich zu Beginn waren es der erste Kreisrat aus Lüneburg Jürgen Krumböhmer, der sich wegen neuen Kriterien noch Hoffnung macht, die Strecken Lüneburg-Beckede und Lüneburg-Soltau und der Samtgemeindebürgermeister aus Fredenbeck Ralf Handelsmann mit dem Moorexpress, dass sie noch in die Auswahl der zu reaktivierenden Strecken zu kommen, was Modellcharter haben könnte.

„Der Druck wird größer“, so der erste Kreisrat. Gemeint war damit die Situation in und um Hamburg beziehungsweise Lüneburg. „Es gibt immer mehr Arbeitsplätze, die immer weiter vom Wohnort entfernt liegen. Es gibt immer weniger Ansiedlungsflächen für Wohnungen am Arbeitsplatz und für neue Gewerbeansiedlungen in den Ballungsräumen. Wenn die Menschen nicht am Arbeitsplatz wohnen können, so sollten die Arbeitsplätze in Wohnungsnähe geschaffen werden. Darüber muss schnellstens nachgedacht werden.“ So einer der Kernsätze. Des Weiteren ist die Reaktivierungen von Strecken wichtig, weil Familien dann auf ihr Zweit- oder sogar Drittfahrzeug verzichten können.

Wie Bahnverkehr touristisch genutzt werden kann, berichtete der Vertreter der Wisentatalbahn Karl Hermann Schorn (Sachsen/Thüringen).

 

Christa Becker (LB) berichtete abschließend über die Historie der Entwicklung im Lumdatal, Vorsitzender Lotz informierte über eine erfolgreiche Strategie des Vereins um die Reaktivierung und Eiff war es vorbehalten, über die NKU und deren neuen Kriterien zu berichten.

Als Fazit der Veranstaltung zog der Verein, dass die Situation in und um Hamburg mit der in Hessen mit Frankfurt und Gießen zu vergleichen ist und dass in Hessen die Landesregierung und der Kreistag hinter der Reaktivierung steht. In Niedersachsen sind es die Kommunen und die Landkreise, die für die Reaktivierungen stehen und sich sogar finanziell am Erhalt der Strecken beteiligen. Alles in Allem, ein gelungener Auftritt der Lumdataler in Hannover.

Von der Lumda an die Lippe – Verein Lumdatalbahn e. V. plant die nächste große Sonderfahrt

Am 21. September 2019 findet die nächste große Sonderfahrt des Vereins Lumdatalbahn e. V. statt. Sie führt von Lollar über Strecken der Kurhessenbahn zunächst nach Nordhessen und dann weiter nach Detmold im Lipperland. Auf dem Programm steht ein Besuch der Detmolder Privatbrauerei, deren denkmalgeschützte Gebäude sich am Rande der sehenswerten Altstadt befinden. Die Brauerei kann besichtigt und die Biere können verkostet werden. Die lebhafte Detmolder Altstadt wartet mit weiteren Sehenswürdigkeiten auf: ein von Wasser teilweise umgebenes Residenzschloss, das Lippische Landestheater, Rathaus und Erlöserkirche – alles ist vom Bahnhof aus fußläufig sehr gut erreichbar. Der Verein Lumdatalbahn e.V. bewirtet den Zug und leitet die Reisegruppe in Detmold. Die Altstadt kann auch individuell besucht werden.  

Der Fahrkartenverkauf beginnt, wenn die genauen Fahrzeiten des Sonderzuges feststehen. Wer ganz sicher dabei sein will oder wer die Sonderfahrt zu Weihnachten verschenken möchte, kann jetzt schon Gutscheine erwerben. Wer bis Weihnachten 2018 den Gutschein bestellt, erhält einen Frühbucherrabatt, außerdem gibt es einen günstigen Partnertarif. Infos unter www.lumdatalbahn.de oder unter 0170 9059459. Auf Facebook (https://www.facebook.com/LB.Verein/) läuft außerdem eine Werbeaktion mit Gewinnchance.

Lumdatalbahnverein vernetzt Freizeit- und Verkehrsangebote

Tourismus bedeutet mehr als die jährliche Urlaubsfahrt ans Meer, der Städtetrip nach Berlin oder die Tagesfahrt an die Mosel. Freizeitverkehr ist auch die Biketour nach Feierabend, die Verabredung zur gemeinsamen Wanderung, der Pferdeausritt der Enkelin oder die Skatertour des Enkels. Alles Aktivitäten, zu denen es keine große Kulisse braucht, dafür aber engagierte Städte und Gemeinden, die eine gute Infrastruktur bereitstellen und wagemutige Unternehmer oder Vereine – eben bürgerliches Engagement im klassischen Sinn.
Der Verein Lumdatalbahn nimmt sich seit Jahren der Frage einer guten Verkehrserschließung im Lumdatal an. Denn all die Freizeitaktivitäten verursachen Verkehr – und den gilt es nachhaltig zu gestalten. Das Auto allein ist schon lange nicht mehr die Antwort auf alle Fragen rund um die Mobilität.
Wie die Kombination der unterschiedlichen Fortbewegungsarten gelingen kann, was es überhaupt in der Region miteinander zu vernetzen gibt, darum ging es bei einer Informationsveranstaltung mit dem Titel „Kleines Tal – Großes Kino“ am 28.09.2018 in Rabenau-Londorf. Eine Referentin und zwei Referenten berichten aus ihrem Arbeitsfeld und standen für Fragen zur Verfügung.
Achim Girsig, Geschäftsführer des Lahn-Tourismus-Verbandes, beschäftigte sich mit der Einbindung des Öffentlichen Personennahverkehrs und ging auf aktuelle Entwicklungen ein. Entlang der Lahn spielt die Bahn als Transportmittel im Freizeitverkehr schon seit längerem eine besondere Rolle. Kirsten Steimel, Geschäftsführerin des Vereins regioTrend, ging der Frage nach, welche touristischen Schätze es im nördlichen Landkreis Gießen zu bewahren oder zu heben gilt. Über den Status quo und die Entwicklungstrends aus demografischer Sicht konnte Dr. Julian Neubert, Demografiebeauftragter des Landkreises Gießen, berichten. Er stellte die Ergebnisse des aktuellen Demografieatlasses vor.“

Präsentationen zum herunterladen:

Lumdatalbahn – die präzise Planung ermöglicht eine sachliche Diskussion

Die Diskussion um die Reaktivierung der Lumdatalbahn hat deutlich an Dynamik gewonnen. Die vorgesehene Kombination aus Bahn- und Busbedienung mit dem Verzicht auf einen Begegnungsbahnhof lässt die Kosten sinken. Damit steigt das absehbare Verhältnis von Nutzen und Kosten deutlich über eins und die Maßnahme wird prinzipiell förderfähig. „Nicht mehr und nicht weniger wurde bis jetzt von den Gutachtern festgestellt“ sagt Manfred Lotz, Vorsitzender des Vereins Lumdatalbahn e. V.. Und weiter: „Außerdem wurde ein Szenario mit einem Bahnfahrplan im Stundentakt und ergänzenden Buslinien erstellt, die auch künftig eine lokale Erschließung mit dem Bus erlauben.“ 

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Jahresrückblick 2017

Die Entwicklung an der Lumdatalbahn und im Verein Lumdatalbahn e. V. 2017 – ein Jahresrückblick  

Im Jahr 2017 hat es die Lumdatalbahn in die breite öffentliche und politische Diskussion geschafft. Mehrere Parlamentsbeschlüsse mit dem Ziel, die Reaktivierung voranzubringen, wurden getätigt. Der Verein Lumdatalbahn war, was den wichtigen öffentlichen Diskussionsprozess anbelangt, sicher wieder der „Motor“ der Entwicklung. Noch mehr Öffentlichkeitsarbeit, noch mehr Gespräche mit Entscheidungsträgern waren von dem langsam wachsenden, aber immer noch überschaubaren Aktiven-Team nicht zu schaffen. So konnte das zweite selbst gesteckte Ziel des Vereins, nämlich der Substanzerhalt an der Strecke mittels ehrenamtlicher Arbeit und – im günstigsten Fall – die baldige Wiederinbetriebnahme für den Gelegenheitsverkehr, trotz intensiver Bemühungen noch nicht umgesetzt werden.

Der Verein ist im Jahr 2017 auf 66 Mitglieder (+ 13) gewachsen und wird seit der Jahreshauptversammlung am 19.01.2017 in Lollar von Manfred Lotz aus Allendorf (Lumda) geführt. Für die beliebten und für die öffentliche Wahrnehmung wichtigen Sonderfahrten wurde eine Arbeitsgruppe gegründet.

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Rollender Infotag mit Pendelfahrten am 17. Dezember

Informieren – Entdecken – Mitfahren!
Weihnachtliches Weichenstellen mit der Lumdatalbahn. Pendelfahrten kostenlos.

Ein ereignisreiches Jahr liegt (fast) hinter uns. Unser Verein Lumdalbahn war mit eurer Hilfe so aktiv wie noch nie in seiner Geschichte. Wir haben zwei große und viel beachtete Sonderfahrten aus dem Lumdatal heraus mit den Zielen Korbach und Bad Nauheim angeboten, wir haben dem Jubiläum „120 Jahre Lumdatalbahn“ einen würdigen Rahmen gegeben, wir haben viele, viele Gespräche geführt und auch am Erhalt der Strecke wurde weiter gearbeitet. Dies soll aber noch keine Jahresbilanz sein (die kommt Anfang des Jahres 2017), vielmehr erlauben wir uns, euch nochmals um Unterstützung und Teilnahme an einer Veranstaltung zu bitten.

Wir wollen wieder einmal ganz deutlich zeigen, dass sehr viele Menschen im Lumdatal ihre Bahn wieder in Betrieb sehen wollen. Dazu wollen wir symbolisch eine Weiche in die richtige Richtung stellen.

Gleichzeitig wollen wir die Lumdatalbahn noch einmal erfahrbar machen, denn mit dem Weggang des Güterkunden RHI (Didier) droht eine längere Betriebspause. Die Hessische Landesbahn (HLB Basis) hat in offensichtlichem Einvernehmen mit der Stadt Staufenberg und der Deutschen Bahn die Entbindung von der Betriebspflicht für den Streckenabschnitt Lollar – Staufenberg-Mainzlar beantragt.

Sonderfahrten werden ab Anfang 2017 bis zum Zustandekommen einer dauerhaften Trassensicherung und der Wiederherstellung des betriebsfähigen Zustandes aller Voraussicht nach nicht mehr möglich sein!

Darüber und über die Chancen, die unsere Lumdatalbahn dennoch hat, wollen wir am 17.12. ausführlich informieren.

Es wartet also ein ereignisreicher Samstag auf euch, so bunt wie der Lichterbaum am Weihnachtsfest, zu dem wir euch jetzt schon das Allerbeste wünschen.


P R O G R A M M 17.12.2016

(Fahrplan und Programm nachfolgend)

Mainzlar 13:00 Uhr
14:00 Uhr 15:00 Uhr
Daubringen 13:04 Uhr 14:04 Uhr 15:04 Uhr
Lollar 13:10 Uhr 14:10 Uhr 15:10 Uhr
Lollar 13:40 Uhr 14:40 Uhr 15:40 Uhr
Daubringen 13:48 Uhr 14:48 Uhr 15:48 Uhr
Mainzlar 13:52  Uhr 14:52 Uhr 15:52 Uhr

Unser Mitglied (Santa)Klaus Zecher wird uns am Zielbahnhof nach der ersten Fahrt um 13:00 Uhr sowie nach der zweiten Fahrt um 14:00 Uhr durch seinen Bahnhof führen, und es wird ein Hauch von Weihnacht durch die Gemäuer, über die Geleise und durch den Triebwagen wehen…

Nach der Ankunft um 15:52 Uhr wird dann der Triebwagen als vorerst letzte Eisenbahn im Lumdatal verabschiedet.

Wir freuen uns auf eure Teilnahme am Weihnachtlichen Weichenstellen.

Gemeinsam holen wir neuen Schwung für das Jahr 2017.