Neue Expertenrunde zur Lumdatalbahn am 24.01.2020

Die Chancen des ländlichen Raums stehen erneut im Mittelpunkt einer vom Verein Lumdatalbahn e.V. organisierten Expertenrunde. Natürlich geht es um den Beitrag, welchen die reaktivierte Lumdatalbahn für die Entwicklung der Städte und Gemeinden zwischen Lollar und Rabenau leisten kann. 

Auf besonderes Interesse stößt das Thema beim Bundestagsabgeordneten der SPD, Sören Bartol aus Marburg, der die Expertenrunde mitveranstaltet. Sören Bartol ist stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur sowie stellvertretendes. Ausschussmitglied für Bau, Wohnen, Stadtentwicklung und Kommunen. Ebenfalls anwesend ist die Landrätin des Landkreises Gießen, Anita Schneider. 

Voraussichtlich wird auch das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung eine Vertreterin oder einen Vertreter in die Expertenrunde entsenden. Das Ministerium beschäftigt sich derzeit intensiv mit der Frage, wie reaktivierte Bahnstrecken zum Klimaschutz und zur Vitalisierung des ländlichen Raums beitragen können und betrachtet die Lumdatalbahn als Pilotprojekt. Die Veranstalter erhoffen sich interessante Einblicke in das Thema „Kosten und Nutzen von Bahnstrecken im ländlichen Raum“.

Eingeladen sind außerdem zahlreiche Kommunalvertreter aus dem Lumdatal, die – aus dem Publikum heraus – für Fragen und Diskussionsbeiträge sorgen werden. Moderiert wird die Expertenrunde durch Klaus Pradella vom Hessischen Rundfunk. Sie beginnt am 24.01.2020 um 16 Uhr im Bürgerhaus Allendorf (Lumda) und dauert bis ca. 18 Uhr. Gäste sind herzlich willkommen.

Lumdatalbahnverein äußert sich zu Vorwürfen der Allendorfer CDU

Der Verein Lumdatalbahn e. V. hat in seiner Satzung stehen, dass er sich nicht parteipolitisch betätigt. Das möchten wir mit unserer Pressemitteilung auch so halten. Auch, wenn es vielleicht wegen der Pressemitteilung der Allendorfer CDU angebracht wäre, Stellung zu beziehen. In dieser Pressemitteilung geht Ulrich Krieb, CDU-Fraktionsvorsitzender, auf eine Zahl von 150.000,- Euro, die er als Strukturbeitrag zur Lumdatalbahn (LB) für 2019 beziffert, ein. Zum Schluss des Artikels schreibt er „Die SPD hat sich die Zustimmung zum Haushalt und damit zu ihrem Projekt Lumdatalbahn clever erkauft“. Soweit die Fakten zur Lumdatalbahn in diesem Artikel.
Der Verein LB e. V. stellt dazu fest:
Die Stadt hat bis zum jetzigen Zeitpunkt Null Euro ausgegeben und auch nichts im Haushalt eingestellt. Unsere Frage, wie kommt Ulrich Krieb auf diese Summe?
Bei der Haushaltsabstimmung haben alle Parteien, außer dem Antragsteller CDU, nicht für einen Verkauf des Grundstückes, ehemaliger Container-Standort, am Bahnhof zugestimmt.
Es ist nicht das alleinige Projekt der SPD in Allendorf (Lumda). Im Koalitionsvertrag der Landesregierung, die bekanntlicherweise aus CDU und Bündnis90/Die Grünen besteht, steht, dass die Lumdatalbahn, die Horlofftalbahn und die Aartalbahn reaktiviert werden soll. Also, die CDU in Hessen ist dafür. Die CDU, wie alle anderen Parteien im Kreistag, haben zu den ersten Planungsstufen der Reaktivierung zugestimmt.
Der Verein dankt in diesem Zusammenhang der Landrätin Anita Schneider und allen Parteien im Kreistag für die Haltung zu den Reaktivierungen im Landkreis Gießen sowie den Kommunalpolitikern im Lumdatal, die sich für verbesserten ÖPNV, Mobilität, den ländlichen Raum und für den Klimaschutz einsetzen. Denn all diese Themen stehen in Verbindung mit dem Projekt “Reaktivierung der Lumdatalbahn”.
An dieser Stelle danken wir allen unseren Mitgliedern, die nicht nur aus dem Lumdatal kommen und die sich für eine lebenswerte und liebenswerte Region und deren Bewohner einsetzen.

Lumdatalbahn gibt großes Radiointerview

Unser Verein Lumdatalbahn e. V. gab vor kurzem ein Radiointerview. Eingeladen hat Moderator und Podcaster Gregor Atzbach der zum einen diverse Podcasts produziert und verbreitet sowie einige Radiosendungen moderiert. Eins seiner Formate richtet sich an Eisenbahninteressierte, die Sendung/der Podcast heißt “Langsamfahrt – das Magazin rund um die Eisenbahn“. Im Rahmen von “Langsamfahrt” waren Manfred Lotz und Friedrich Lang im Studio zu Gast. Entstanden ist ein Interview zu den Themen:

  • Wie reaktiviert man eine Bahnstrecke?
  • Der Fortschritt mit der Reaktivierung der Lumdatalbahn
  • Wie funktioniert eigentlich ÖPNV?
  • Was kann man am ÖPNV verbessern?

Das Interview ist in gekürzter Form in der aktuellen Ausgabe der Sendung Langsamfahrt enthalten.

Da das Gespräch knapp eine Stunde gedauert hat gibt es diese als seperaten Podcast zum herunterladen und anhören.

Der Podcast “Langsamfahrt” erscheint alle zwei Monate und berichtet über interessante und aktuelle Themen rund um die Eisenbahn. Über die Webseite langsamfahrt.de kann man diesen Podcast kostenlos abonnieren und anhören.

 

Manfred Lotz und Friedrich Lang im Studio

RTL vor Ort beim Verein Lumdatalbahn

Liebe Vereinsmitglieder, liebe Unterstützer und Interessierten,

am Freitagmittag wunderten sich so manche Bürger, die in Allendorf (Lumda) am Spielplatz an der Bahnhofstraße vorbei gingen. Ein Kamerateam des Privatsenders RTL-Hessen schwenkte zu Beginn ihre Kamera vom ehemaligen Standort der Container, die als Flüchtlingsunterkünfte dienten, über eine Staffelei mit einem Bild „Visionen einer gemeinsamen Haltestelle für Bus und Bahn“ hinüber zum ehemaligen Bahnhofsgebäude. Dazu erklärte der Vorsitzende des Vereins Lumdatalbahn e. V., Manfred Lotz im Beisein der Landrätin Anita Schneider der Redakteurin Lucia Vossbeck-Elsebusch, warum dieser Standort für einen Park & Ride-Platz für den ÖPNV so wichtig ist und diesen dafür auch vorzuhalten.

Aber der Reihe nach. Warum interessiert sich ein Fernsehsender für die Lumdatalbahn und macht gerade hier Halt für Drehaufnahmen?

Aus Presseberichten der heimischen Tageszeitungen und aus einer Pressemitteilung des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) Landesverband Niedersachsen war die Süddeutsche Zeitung auf die Reaktivierungsmaßnahmen in Hessen aufmerksam geworden und hatten darüber berichtet. Das wiederum interessierte den Privatsender RTL, der den Hessischen Staatsminister Tarek Al-Wazir dazu interviewte und sich den Verein Lumdatalbahn aussuchte, um vor Ort zu berichten. Für das Fernsehteam gab es zahlreiche Informationen von der Landrätin Anita Schneider zum Stand der Reaktivierung der beiden Strecken im Landkreis Gießen. Neben der Lumdatalbahn steht nicht nur die Horlofftalbahn an, sondern auch die Aartalbahn, über die mitberichtet werden. Vorsitzender Lotz und seine Ehefrau Kerstin Lotz berichteten über die Streckenpflege und mussten für die Filmaufnahmen „herhalten“. Dazu gehörte noch ein Streckenpflegeteam mit Lennard Alswede, welches an diesem Tag weitere Pflegemaßnahmen am Bahnhofsgelände durchführten. Aus eine Stunde, die vorgesehen war, wurden über drei Stunden Drehaufnahmen. Als kleines Dankeschön für die Unterstützung durfte Kerstin Lotz abschließend oberhalb des Naturschutzgebietes in Richtung Londorf deren eingesetzte Drohne steuern, um den Streckenverlauf nach Londorf in der vorgegebenen Entfernung zu dokumentieren. Der Beitrag wird auf RTL-Hessen um 18.00 Uhr ausgestrahlt. Wann RTL den Bericht sendet, wird in den Tageszeitungen und auf https://www.facebook.com/LB.Verein/ veröffentlicht. Über die Mediathek von RTL ebenfalls nachträglich abrufbar.

Vielen Dank allen Beteiligten und Helfern! Ihr seid klasse!

Freundliche Grüße

Ihr

Vorstand LB e. V.

Bericht über den Neujahrsempfang des LB e.V.

„Lum-da-tal-bahn“ erklang es fröhlich und mehrstimmig von der Leinwand. Mit dieser Aufnahme einer Jugendgruppe vor dem Mailänder Bahnhof eröffnete der Vorsitzende Manfred Lotz den Neujahrsempfang des Lumdatalbahnvereins in Allendorf. Nach der Begrüßung der rund 50 Gäste erläuterte er kurz die Arbeit und Vorgehensweise des Vereins, der sich seit vielen Jahren um die Reaktivierung der Bahnstrecke zwischen Londorf und Lollar bemüht.

Wie lange diese Bemühungen zurückreichen, fast 4 Jahrzehnte, und dass viele Menschen in und um Gießen herum sich damals dafür interessiert und Aktien der Lumdatalbahn AG gekauft hatten, damit begann Landrätin Anita Schneider ihr Grußwort. Sie selbst hat Aktien von ihrem Schwiegervater geerbt, und, so meinte sie, er würde sich freuen, wüsste er, dass wir inzwischen ein gutes Stück auf dem Weg zur Reaktivierung vorangekommen sind, auch wenn AG und Aktien inzwischen Geschichte sind.

Sie hob hervor, wie wichtig der öffentliche Nahverkehr für die Entwicklung des ländlichen Raumes ist. Die Menschen, die außerhalb der Stadt wohnten, wollten den öffentlichen Verkehr benutzen, aber der Weg zur Arbeit dürfe, wie man in verschiedenen Untersuchungen herausgefunden habe, nicht länger als rund 30 Minuten dauern. Das kann im Lumdatal nur der Zug erreichen!

Sie dankte dem Verein für seine intensive Informationsarbeit und dafür, dass die Mitglieder in vielen öffentlichen Veranstaltungen politischer Gremien Präsenz gezeigt und ihr damit den Rücken gestärkt haben. Denn Politiker arbeiten für die Menschen, aber sie brauchen auch immer deren Bestätigung und Rückhalt. Sie ermunterte den Verein, sich weiter für die Reaktivierung stark zu machen, denn noch sind nicht alle Hürden genommen. 

Der Bürgermeister von Allendorf, Thomas Benz, gab in seiner kurzen Ansprache der Hoffnung Ausdruck, dass er 2022/23 gemeinsam mit der Landrätin das rote Band durchschneiden werde, wenn der Zug das erste Mal fährt. Das hörten die Vereinsmitglieder gerne.

Dann kam die Überraschung: Der Verein hatte seine Veranstaltung  „Zwischenbilanz“ genannt, weil im letzten Jahr wichtige Entscheidungen gefallen waren: Die Nutzen-Kosten-Untersuchung hatte den notwendigen Wert errechnet, das Verkehrsministerium hat seine Zustimmung zum Beginn der Planung und damit auch zur erheblichen Mitfinanzierung signalisiert und der Kreistag hat sich einstimmig für die Planung ausgesprochen. Dass es da an vielen Stellen noch ein kleines Aber gibt, hat die Freude über das Erreichte nur wenig getrübt.

Und dieser Freude hat der Verein einen sichtbaren Ausdruck verliehen und eine Broschüre erstellt, die nicht nur das Vergangene aufzeigt, sondern die auch Aussichten auf die Zukunft eröffnet. Bilder von den verschiedenen Veranstaltungen und den Sonderfahrten, vom Freischneiden der Strecke und sogar von einem akkubetriebenen Zug, der schon vor 40 Jahren im Lumdatal verkehrte, zeugen von der vielfältigen Arbeit des Vereins. Die Vorworte der Landrätin und des hessischen Verkehrsministers Tarek Al-Wazir belegen, dass die Arbeit des Lumdatalbahnvereins inzwischen auch an höchster Stelle in das Bewusstsein der politisch Verantwortlichen Eingang und Anerkennung gefunden hat. Einige, extra gebundene Exemplare wurden überreicht, eines davon an die Landrätin Anita Schneider als Dank für ihren großen Einsatz in den vergangenen Jahren. 

Dann bekam jeder der Gäste auch eine Broschüre, bevor man sich bei einem leckeren Imbiss und einem Gläschen Sekt ausführlich über die Reaktivierung und weitere Fragen des öffentlichen Nahverkehrs austauschen konnte.